Nahbetrachtung

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00:00:02: Sechsundzwanzig Folgen.

00:00:03: nahe Betrachtung wollten wir innerhalb von zwölf Monaten machen, also ungefähr alle vierzehn Tage eine Folge.

00:00:09: Nun sind wir heute bereits bei der einundvierzigsten Folge.

00:00:13: Die Gründe?

00:00:14: Die Vielzahl der Themen und vor allem auch Erfolg der jeweiligen Folgen rund um Kommunikation und Psychologie haben uns motiviert, mehr zu machen, als wir eigentlich geplant hatten.

00:00:24: Und so halten wir es auch weiterhin.

00:00:26: Grund für uns, rund um den Jahreswechsel, im Jahr ist es für uns, um einen psychologischen Blick darauf zu werfen, was uns im Jahr in Sachen Kommunikation erwarten wird.

00:00:38: Wir wagen also einen Blick in die nahe Zukunft.

00:00:41: Und Ende des Jahres, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im

00:00:47: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr wie es weitergeht, wie wir im Jahr ist.

00:01:09: Oder wie die Lateiner sagen würden, quomodo dikes.

00:01:13: Wir haben für Sie fünf Thesen der Nahbetrachtung zur Zukunft der Kommunikation vorbereitet.

00:01:18: Zunächst einmal mit Diplompsychologin und Latein-Expertin Maria-Kristina Nemafro.

00:01:24: Und Medien- und Kommunikations-Experte Tom Buschardt.

00:01:37: Muss man eigentlich schon dazu sagen, dass garantiert keine unserer Inhalte KI generiert sind, also weder unsere Stimmen noch unsere Ideen, noch unsere Texte?

00:01:45: Ich denke, das muss man, weil auch inzwischen immer mehr Podcast sich komplette Manuskripte von KI schreiben lassen, die dann nur noch vorgetragen werden von den Hosts.

00:01:54: Das ist natürlich noch nicht die Mehrzahl, aber es gibt bereits solche Podcasts.

00:02:00: Ich denke, wir geben hier auch für alle weiteren Formen die KI-freie Garantie ab, dass weder unsere Stimmen noch unsere Formulierungen von KI geschrieben wurden.

00:02:09: Ich glaube, dass das schon in Zukunft eine Rolle spielen wird, dass wenn man was präsentiert oder ein Text geschrieben hat oder eine Analyse gefahren hat, dass vielleicht sogar schon ein Qualitätsmerkmal sein wird oder zumindest ein wichtiges Merkmal war, das jetzt von der KI?

00:02:24: oder war das von dir oder von Ihnen.

00:02:26: Ich mache das bei meinen Vorträgen oft so, dass ich sage, wir müssen mir jetzt aufmerksam zuhören, meine Inhalte sind nicht Googlebar.

00:02:33: Das hat nichts mit meiner Hüberis zu tun, sondern hat was damit zu tun, dass ich denke, ich habe eine spezielle Sicht auf die Dinge, spezielle... Recherche Ergebnisse, denn wenn man es auch googeln könnte, dann kann man auch zu Hause bleiben, dann muss man nicht zu mir kommen.

00:02:44: Ja, also in meinen Fake News-Vorträgen an Schulen habe ich zum Beispiel so, da habe ich zwei Fotos drin, eins habe ich gemacht, eins habe ich von der KI nachgepräumtet und ich lasse die dann jeweils abstimmen, was ist das echte Foto, was ist das Foto von der KI?

00:02:59: Und das geht immer so fifty-fifty aus.

00:03:01: Also auch mein echtes Foto wird oftmals für ein KI-Foto gehalten.

00:03:05: Und dann löse ich das auf, indem ich beispielsweise die Geodaten des Fotos offen lege und am Ende kann ich dann nachweisen, dass mein Foto tatsächlich echt ist.

00:03:14: Aber auch die Begründung der Jugendlichen ist oftmals sehr interessant, weil die das teilweise schon so haben, dass es zeigt ein Vogel, der zwar Insekten frisst.

00:03:25: Und dass sie dann sagen, ja, aber das Insekt ist so komisch verdreht und daran bin ich sicher, dass das KI ist.

00:03:32: Und hinterher sind wir dann alle verwirrt, wenn man so will, dass es also nicht so diese hundertprozentige Wahrheit gibt.

00:03:38: Und das ist etwas, wo wir uns in dieser Folge der Nahbetrachtung auch entsprechend annähern wollen.

00:03:44: Und wir haben fünf Thesen für Sie, mit denen wir ins Rennen gehen.

00:03:48: Die nennen wir jetzt zunächst einmal alle gebündelt und dann jeweils noch mal zu den einzelnen Kapiteln.

00:03:53: Und MC fängt an.

00:03:54: Tese eins, Vertrauen muss man sich härter erarbeiten.

00:03:57: Alles wird in Frage gestellt, da es KI generiert sein könnte oder Fake oder Propaganda oder einfach nur PR.

00:04:03: Inhalte und Menschen, denen wir vertrauen, werden wir aufwendiger prüfen.

00:04:07: Tese

00:04:07: zwei, unser Leben, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im

00:04:22: Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

00:04:23: Tese drei.

00:04:23: Führen wird anstrengender.

00:04:25: Teams sind nicht vor Ort, sind spezialisiert und sprechen weder dieselbe Sprache, noch haben sie dieselbe Arbeitsauffassung.

00:04:32: Das wird ein harter Job für Führungskräfte.

00:04:35: Tese vier.

00:04:36: Persönliche Treffen werden wertvoller.

00:04:38: Lohnt es sich noch dafür hinzufahren, sowohl privat und beruflich werden wir uns diese Frage immer häufiger stellen und natürlich auch da wird KI ein wesentlicher Faktor sein.

00:04:48: Tese fünf.

00:04:49: Was wird man noch sagen dürfen?

00:04:51: Wir sagen, wie es mit dem Streit um Formulierungen weitergeht.

00:04:55: So, und damit fangen wir an.

00:04:57: Zunächst einmal die Tese eins.

00:05:01: Vertrauen muss man sich härter erarbeiten.

00:05:03: Alles wird in Frage gestellt, da es KI generiert sein könnte oder Fake oder Propaganda oder halt nur Public Relations.

00:05:10: Inhalte und Menschen.

00:05:12: den wir vertrauen, werden wir aufwendiger prüfen.

00:05:14: Das ist die Tese eins, mit der wir uns jetzt beschäftigen werden.

00:05:18: Und MC schaut mich schon sehr erwartungsvoll an.

00:05:21: Leg los!

00:05:22: Also ich gehe davon aus, dass so eine Art Generalverdacht noch weiter zunehmen wird, dass wenn mir einer was schickt oder ich was angucke oder ich irgendwo sitze und was höre von Menschen, die ich nicht hundertprozentig kenne oder von deren Integrität und Kompetenz ich nicht mich persönlich schon überzeugt habe, dass ich da erstmal Zweifel haben werde.

00:05:42: Und ich glaube, dass es dazu führen wird, dass wir neue Formate der Vertrauensbildung haben werden.

00:05:47: Also das jetzt sehr abstrakt, ganz konkret kann es sein, dass man vielleicht dazu sagt oder dazu schreibt, wie die Inhalte generiert worden sind oder dass eben automatisch generierte Inhalte, gerade was Analysen und Strategieentwicklungen angeht, besonders gekennzeichnet werden und deswegen vielleicht auch gar nicht mehr so viel Wert haben.

00:06:06: Also, dass man wirklich sagt, okay, Was ist jetzt wirklich werthaltig, wenn persönliche Kompetenz eine große Rolle spielt?

00:06:13: Und solange ich Leute nicht wirklich gut kenne, gibt es auch diesen alten Indianerspruch, man muss zu einem Monat in den Schuhen von jemand anderem gelaufen sein, um den wirklich gut zu kennen.

00:06:23: Ich glaube, dass gerade das Vertrauen auf Inhalte, auf Empfehlungen, auf Strategien viel stärker darauf beruht, dass man persönlich mit jemandem intensiveren Kontakt hat.

00:06:37: größere Betonung der persönlichen Bekanntheit, der persönlichen Zusammenarbeit im Vergleich zu früher.

00:06:43: Also alles, was sonst da ist, kann ja gefegt sein.

00:06:46: Ja, ich habe das bei mir beobachtet, bei den Epsteinfalls, die jetzt zwischen Mediengeistern.

00:06:51: Und bei mir ist so ein Journalistengehend drin, dass sobald irgendwo etwas geschwärzt ist, hat es mein doppeltes oder dreifaches Interesse.

00:06:58: Und da sind dann nun auch sehr viele Fotos geschwärzt worden.

00:07:01: Es sind ganze, ich glaube, bei fünfhundert Seiten sind geschwärzt veröffentlicht worden, wobei man da von Veröffentlichung in dem Sinne nicht mehr sprechen kann.

00:07:09: Und natürlich achte ich da auch in Social Media drauf.

00:07:12: Und natürlich guck auch ich da das eine oder andere Video.

00:07:17: Und da gab's ein Video, wie Donald Trump, so alter in den Siebzigerjahren, würde ich mit den Siebzigerjahren junge Frauen küsst.

00:07:25: So.

00:07:25: Und das war dann so dieser Moment, wo ich sage, vor dreißig Jahren hätte man auch gesagt, ja, das ist der Videobeweis.

00:07:31: Heute kommen bei mir schon Zweifel auf.

00:07:33: Ist das nicht vielleicht auch schon KI generiert?

00:07:35: Das heißt, also ich kann... sozusagen mit normalen bloßen Auge, ohne dass man die Datei im Original jetzt forensisch untersuchen würde.

00:07:43: Könnte ich jetzt nicht mehr sagen, habe ich da jetzt ein echtes Video gesehen und es fängt an sozusagen notwendig zu sein, sich darüber aufzuregen.

00:07:52: Oder ist das einfach nur ein Fake-Media, was von der Gegenseite entsprechend lossiert wurde.

00:07:57: Und das macht es glaube ich schwierig und das wird im Jahr im Jahr im Jahr auch noch härter werden für uns alle, dass die Grenze zwischen dem und da macht die KI natürlich in enorme Entwicklungssprünge, dass die Grenze zwischen dem, was ist erkennbar, falsch, also so der Klassiker, Menschen mit drei Armen oder dauernd Hände mit sechs oder sieben Fingern.

00:08:16: Ja, das wird, denke ich, im Jahr zum Jahr- und-Zwischen nicht mehr ein Erkennungsmerkmal für KI-generierte Inhalte sein.

00:08:23: Und da sehe ich sozusagen die Grenze zwischen Wahrheit und KI-Fiktion.

00:08:30: deutlich verschwinden.

00:08:31: Da gibt es eine ganz interessante Untersuchung dazu, nämlich zu KI-generierten Inhalten im Bereich der fiktionalen Unterhaltung, also Serien und andere Sachen.

00:08:43: Ich kann das aus meiner Kindheit, wo quasi meine Eltern oder große Elterngenerationen Zeichentrickfilme immer so ein bisschen abgewertet hat.

00:08:51: Obwohl wir wissen, dass da sehr viel auch Handwerkliches geschickt und natürlich auch komplette Drehbücher da hinten waren.

00:08:56: Ganze Kunst, wo die ja noch von Hand gezeichnet wurden.

00:08:58: Eben

00:08:59: und aber in meiner... Eltern und Großeltern Generationen hat, das ist Zeichentrick.

00:09:03: Also wurde so ein bisschen abgewertet.

00:09:05: So, jetzt kommt die interessante Entwicklung.

00:09:07: Ich drehe es mal einen Schritt weiter.

00:09:08: Es gibt Untersuchungen, dass jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer gegenüber KI-generierten Serien oder Unterhaltungsformaten viel offener sind als Ältere, und zwar nicht aus irgendwelchem wegen fehlender technische Affinität, sondern einfach, weil für sie das keinen Unterschied mehr macht.

00:09:27: So ein interessanter Inhalt ist lustig, ist für mich interessant.

00:09:29: Und könnt ihr mir vorstellen, dass es einfach nur noch danach geht, dass irgendwelche Informationswissens oder Unterhaltungsbedürfnisse befriedigt sind und die Frage, wo das hier kommt, viel weiter in den Hintergrund rückt.

00:09:45: Und auf der anderen Seite wird es Bereiche geben, wie weiß ich nicht, medizinische Beratung, Strategieentwicklung von Unternehmen oder in der Politik, wo man sagt, ich brauche aber die Gewissheit, dass das stimmt und auf... wirtablen Informationen beruht, weil wenn ich jetzt, weiß ich nicht, Friedensverhandlungen zwischen Staaten mehr angucke, dann ist es schon wichtig, dass die richtigen Leute da am Tisch sitzen und die nicht in irgendeiner Form KI generiert oder fakes sind.

00:10:13: Und ich glaube, dass wir eine viel stärkere Trennung kriegen zwischen, dient einfach nur meiner Unterhaltung und damit kann ich ein oberfliches Informationsinteresse befriedigen.

00:10:23: Und hey, hier geht es wirklich um harte Fakten, die Einfluss auf meinen persönliches Leben oder meines Unternehmens oder der Politik haben.

00:10:31: Und aus dem Fernsehen wissen wir auch, dass Unterhaltung höhere Reichweiten hat als Nachrichtenformate, aber was MC ja gerade über die Zeichentrickfilme gesagt hat.

00:10:40: Ich weiß nicht, ob daher der Begriff überzeichnet kommt, aber beim Zeichentrickfilm weiß man auf den ersten Blick, dass es Erfundener Content.

00:10:49: Ja, das ist nicht echt.

00:10:50: Das ist eine fiktionale Haltung.

00:10:52: Also ich denke da an die von mir sehr geschätzte, mit meinen beiden Söhnen sehr oft konsumierte Serie Tom und Jerry.

00:10:59: Und komplett

00:10:59: für die Jüngere sagen, dass

00:11:00: es mit Katze und eine Maus

00:11:02: ist.

00:11:02: Also Katze gegen Maus, Maus gegen Katze.

00:11:05: Komplett überzogen.

00:11:06: Ja, natürlich auch mit Gewalt drin.

00:11:09: Ja, aber da es halt Zeichentrickfilm war, war natürlich auch für kleine Kinder komplett erkennbar.

00:11:14: Das ist nicht echt und sowas gibt.

00:11:16: jetzt halt nur im Zeichentrick.

00:11:18: Und da hatten wir, glaube ich noch, jetzt will ich nicht so diesen Eindruck erwecken.

00:11:21: Jetzt kommt er und fängt von der guten alten Zeit an zu sprechen.

00:11:25: Aber da hatten wir noch eine klare Trennung zwischen dem, was läuft abends im Video in der Tagesschau und was es sozusagen im Zeichentrick für.

00:11:33: Und die Frage ist natürlich jetzt auch, wie nutzen wir zum Beispiel KI?

00:11:38: Also das werde ich auch sehr häufig gefragt, weil es natürlich auch, und das ist ein offenes Geheimnis, dass zum Beispiel auch viele Medientrainer dazu übergehen und lassen.

00:11:47: sich Interviewfragen von der KI vorbereiten.

00:11:50: Und ich mache das zum Beispiel nicht.

00:11:53: Und zwar aus folgendem Grund.

00:11:54: Zum einen sind siebzig Prozent der Inhalte, die ich coache, sowieso durch ein NDA reglementiert.

00:11:58: Also da kann ich nicht irgendwelche Briefings, die ich bekomme in der KI hochladen, die dann auf irgendwelche US-Servant landet, über die ich keine Kontrolle mehr habe.

00:12:06: Und auf der anderen Seite habe ich in Deutschland ein NDA-Unterschrieben, was mich unter Umständen in fünfstellige Summen in der Haftung bringen würde.

00:12:12: Also da muss ich sowieso noch von Hand arbeiten.

00:12:15: Aber was ich zum Beispiel sehr gerne nutze, ist beispielsweise, ich habe mir so ein Bot.

00:12:19: gebaut, der darauf hinausläuft, dass er sozusagen ein virtueller Fotoberater ist.

00:12:25: Und wenn ich dann neue Objektive kaufen möchte oder ich sehe etwas, wo ich sage, das könnte ein Objektiv für meine Sammlung sein.

00:12:32: Dann überlasse ich sozusagen der KI, das miteinander zu vergleichen, die ganzen Testberichte auch auf Englisch oder Französisch sich anzuschauen und mir dann etwas zusammenzustellen.

00:12:43: Da nutze ich das sehr wohl.

00:12:45: Und ich nutze es natürlich auch bei Inhalten, die im Internet frei verfügbar sind, um mir Zusammenfassungen machen zu lassen, Abstracts oder auch mal einen englischen Text ins Deutsche zu übersetzen.

00:12:55: Ja, da setze ich das ein.

00:12:56: Aber da wo es sozusagen an mein Kerngeschäft geht, nämlich Interviewfragen vorzubereiten und Coachy damit sozusagen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durch den Training zu bringen.

00:13:07: Das ist alles noch Handarbeit und ich sehe auch nicht, dass sich das in den nächsten fünf oder zehn Jahren bei mir ändern wird.

00:13:13: Vielleicht umgekehrt, dass die Reporterinnen und Reporter oder Moderatoren oder Moderatoren das zu ihrer eigenen Vorbereitung nutzen, denn vielfältige Themen zu bearbeiten sind vielleicht nicht in allem so drin und machen das, was du gerade anders machst und sagen, na gut, dann lasse ich mit.

00:13:30: die Fragen für das Interview von der KI geben?

00:13:35: Ja, kann man so machen.

00:13:36: Und ganz ehrlich, ich arbeite ja dann auch auf der anderen Seite des Journalismus.

00:13:40: Manchmal merken wir das auch, weil die KI, wenn sie nicht ordentlich gepromptet ist, Fragen durchaus auch erkennbar als KI formuliert.

00:13:49: Ich werde jetzt nicht verraten, woran man das erkennt.

00:13:52: Das behalte ich mir noch so ein bisschen als Berufsgeheimnis.

00:13:56: Wenn

00:13:56: man das erfahren möchte, geht man zu dir ins Coaching.

00:13:59: Okay, das war jetzt der Werbeblock.

00:14:01: Aber nein, es ist tatsächlich so, dass man, weil wenn du dann sozusagen dem Coachee beibringst an ein oder zwei Stellen, dann, wenn das Interview tatsächlich stattfindet, da mal eine entsprechende Gegenfrage zu stellen, die die Ursprungsfrage etwas präzisieren würde, dann merkt man schon sehr genau, ob da jemand ordentlich auf sein Thema vorbereitet ist oder ob er nur KI-Fragen vom Zettel abliest.

00:14:23: Ich weiß auch, und ich muss das dazu sagen, wenn ich das jetzt hier sage, dann sind das keine Kunden von mir.

00:14:28: Also ich gebe jetzt hier keine Kundengeheimnissepreis, aber ich weiß zum Beispiel auch von Redaktionen, wo der Chefredaktion oder den jeweiligen Redaktionsleitern gar nicht bewusst ist, in welchem Umfang tatsächlich ihre eigenen Autorinnen und Autoren KI generierte Inhalte in ihren Artikeln verwende.

00:14:47: Es gibt ja durchaus Medien, die das offentransparent machen, wo dann unten drunter steht, diese Artikel entstanden mit Hilfe.

00:14:53: einer KI oder zur Hilfennahme einer KI, aber da sehe ich zum Beispiel ein enormes Risiko.

00:14:58: auch im Jahr im Jahr auch im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im dass die Berater dort in ihrer Finanzberatung KI-Module nutzen.

00:15:21: Und zwar nicht die, die die Bank ihnen zur Verfügung stellt, weil die Bank lehnt das noch ab, sondern die haben dann, der eine hat ein Schädgipetier-Account, den er selber bezahlt, jemand anders nutzt nur die kostenlose Version, jemand anders lässt sich von anderen KI-Modulen entsprechend unterstützen.

00:15:36: Und da sehe ich eine enorme Gefahr, was die Haftung betrifft, aber auch logischerweise, was das Geld der Kundinnen und Kunden betrifft.

00:15:44: Also das ist die definitiv eine Bank, um die ich einen ganz, ganz großen Bogen machen werde und das ist kein virtueller Bogen.

00:15:52: Aber das führt natürlich dann im Ergebnis dazu, dass sich nur einem Menschen, der mir persönlich gegenüber sitzt und erkennbar gerade spontan antwortet, nur noch dem vertrauen kann oder der?

00:16:04: Naja, ich meine, wir haben es ja, als wir noch zusammen an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zusammen Prüfungen abgenommen haben, haben wir das ja auch entsprechend besprochen.

00:16:13: Und es war zum Beispiel auch klar, dass da die Prüfungsordnung kurz bis mittelfristig geändert werden muss und dass man Inhalt durchaus persönlich abfragt im one-to-one, weil man dann sieht, ob die Studentin oder der Student es auch wirklich drauf hat.

00:16:30: Und so viel darf ich hier verraten.

00:16:32: MC hat auch mal, was war es, eine Hausarbeit oder sowas, in der Aufgabenstellung, die Aufgabenstellung so manipuliert, dass man anhand der Antworten der Studierenden sofort sehen konnte, da hat jemand Chatchi Pity benutzt.

00:16:46: Ja,

00:16:48: das war vor zwei Jahren.

00:16:49: Da fing das gerade schon sehr stark an, dass Studierende das aus nachvollziehbaren Gründen für ihre Aufgaben auch genutzt haben.

00:16:56: Und da habe ich so ein paar Tricks.

00:17:00: wie man als Lehrender die Aufgaben so formuliert, dass es leicht erkennbar war.

00:17:04: Ich war überrascht über den geringen Prozentsatz der Studierende, die mir da auf den Leim gegangen sind, zwar nicht die Hochschule Bonn-Reinzig, deswegen will ich jetzt auch die Hochschule an der Stelle nicht nennen, aber ich habe genug in meinem Portfolio und es sind aber mir welche auf den Leim gegangen und damit ließe ich das durchaus erkennen.

00:17:23: Aber im Ergebnis heißt das, dass wir bei aller Neuerstellung von Prüfungs- Ordnung oder Prüfungsformaten.

00:17:29: Ich habe ja heute in dem Bereich noch extrem aktiv und quasi auch ständig mit diesen Fragen befasst.

00:17:37: Der wird sich unglaublich viel verändern, weil wir natürlich als Lehrende oder als Prüfende nicht die Kenntnisse im Prompten testen wollen, der Studierende, sondern ihre tatsächliche Kompetenz am besten auch in der praktischen Umsetzung.

00:17:50: Ja, also MC und ich, wir haben aber auch einen gemeinsamen Bekannten Professor an der Hochschule, der seine Studenten zum Beispiel ganz offen auffordert.

00:17:58: Und er erklärt den Studierenden auch, wie RKI nutzt in der Bewertung der Hausarbeiten, wie er Klasuren auswerten lässt, wo RKI einsetzt.

00:18:09: Er macht das also ganz transparent.

00:18:11: Wenn er mir davon erzählt, bin ich immer etwas ambivalent.

00:18:15: Auf der einen Seite sage ich mir, Mensch, klasse, er macht das transparent.

00:18:18: Und ja, das hat einen Vorteil für beide Seiten.

00:18:22: Aber vielleicht bin ich da an der Stelle einfach nur zur Old-School.

00:18:25: Also ich glaube, an diesem Punkt wird das Jahr, im Jahr ist es für meine Arbeitsauffassung eher ein unangenehmeres Jahr.

00:18:33: Also wir brauchen, was Prüfungsformate angeht, eine große Veränderung.

00:18:37: Die müssen aber sowieso schon lange sein.

00:18:39: Also eine der Grundprobleme der letzten Jahrzehnte ist ja, dass man im schulischen oder im Hochschulkontext Klausuren und Klassenarbeiten schreibt.

00:18:47: im Beruf brauche ich das nicht.

00:18:49: Es gibt wenig Berufe, wo ich ständig schriftliche Prüfungen ablegen muss.

00:18:53: Wir prüfen eine Fähigkeit, die nachher kein Mensch braucht.

00:18:56: Wir prüfen Kenntnisse, die man nachher braucht, aber keine Fähigkeit, die man nachher braucht.

00:19:00: Insofern ist die Frage, wie prüfe ich so, dass es für die Hochschulausbildung und für die Berufsausübung nachher hilfreich ist, sowieso eine völlig offene Frage und insofern bin ich als Lehrerin extrem dankbar, dass KI uns viele Prüfungsformate einfach kaputt macht und wir deswegen das Feld nur aufrollen müssen.

00:19:21: Ja, also das ist so ein Punkt, wo wir am Ende der These eins vertrauen, muss man sich härter erarbeiten, ein kurzes Fazit zielen, vielleicht auf einer Skala von eins bis zehn, was glaubst du, um wie viel Dynamischer wird dieses Erarbeiten von Vertrauen im Jahr.

00:19:38: Was sagst du?

00:19:38: Auf jeden

00:19:39: Fall über der Mitte.

00:19:40: Also ich würde dem eine Sex geben und sagen, wenn ich jemandem, den ich nicht persönlich schon lange kenne, vertrauen soll, dann muss ja mir echt was bieten.

00:19:49: Also entweder auf dem Wahnsinnsexpertenstatus oder eben in dem persönlich erarbeiteten Vertrauen mit dem oder der von dem oder der übernehme ich Inhalte und Arbeitsergebnisse.

00:20:01: Das heißt also für dich, wäre das eine Sex?

00:20:03: Ja.

00:20:03: Okay, ich erhöhe um ne sieben.

00:20:05: Dann haben sie auch ne Einschätzung, wie MC und ich eng beieinander liegen oder weiter auseinander sind.

00:20:11: Das war's sozusagen zur These Eins.

00:20:17: Kommen wir zur Tese zwei.

00:20:18: Unser Leben wird noch hybrider.

00:20:21: Das Handy am Tisch wird kein Thema mehr sein.

00:20:23: Es ist normal, dass KI dabei ist.

00:20:26: Das Freunde, die nicht da sind, kommentieren.

00:20:28: Wir sind nicht alleine.

00:20:30: Das ist die Tese zwei.

00:20:32: Und diese Tese, auch wenn ich sie vorgetragen habe, hat MC formuliert.

00:20:37: Und diese Formulierung Handy am Tisch wird kein Thema sein.

00:20:42: Muss ich für mich im privaten Umfeld definitiv ausschließen, weil es wird immer ein Thema sein, weil es wird mich immer stören, wenn Handys am Tisch in der Regel ja dann in privater Runde am Tisch dabei sein.

00:20:54: Aber was hat dich zu dieser These bewogen?

00:20:56: Mir geht das genauso tierisch auf den Keks.

00:20:58: Ich kann es überhaupt nicht haben, weil entweder unterhalte ich mich mit jemandem oder ich... kommuniziere virtuell.

00:21:04: Also ich texte und lebe, recherchiere ich das alles.

00:21:07: Also wir haben genug Möglichkeiten, das miteinander zu verbinden.

00:21:09: Ich finde es völlig fein, mit jemandem zu texten und parallel eben alle Informationsmöglichkeiten, die man hat zu nutzen.

00:21:18: Dann weiß auch jeder, okay, der andere sitzt auch gerade an einem Endgerät und hat alles zur Verführung.

00:21:23: Für das persönliche Gespräch finde ich alleine das Abwenden des Blickes total unangenehm, weil wenn ich mit jemandem sprechen möchte oder in der Gruppe bin, dann möchte ich auch die erkennbare Aufmerksamkeit.

00:21:34: So, schön, dass ich so drauf bin.

00:21:35: Ich glaube, das wird sich einfach schlicht nicht halten.

00:21:38: Dadurch, dass sich das durch fast alle Altersgruppen zieht, dass sich das einfach anders verhält.

00:21:43: Und wir erleben das ja auch schon, dass eben nebenbei Informationen eingeholt werden.

00:21:48: Das heißt, das Primates Wissens.

00:21:50: Also ich komme aus einer Familie... Wenn man negativ sein würde, würde man sagen klug scheißen, wo man am Tisch mittags oder abends schon Battle hatte.

00:21:59: Wer hat hier die tollste Anekdote, das beste Zeitgeschichtliche oder historische Wissen?

00:22:05: oder kann noch mehr lateinische Sinsprüche auswendig?

00:22:08: Es ist alles egal.

00:22:10: Das habe ich alles mit einem Knopfdruck.

00:22:12: Das ist wertlos.

00:22:14: Das sage ich zu meinen Bedauern.

00:22:16: Aber meinen Bedauern ist nicht richtungsweisend für Kommunikation.

00:22:21: Worauf ich ihn ausmache?

00:22:22: ist, ich glaube, dass das einfach vorbei ist und diese ständigen, diese Debatten einfach rum sind.

00:22:27: und auf der anderen Seite, was ich auch so störend finde, aber was einfach stattfinden wird mit.

00:22:31: Ich habe das schon dem und dem geschrieben.

00:22:33: Er oder sie hat gesagt, ja, kann da auch oder möchte da auch mitmachen oder ich habe schon mal hier eine Gruppe geschrieben und diese drei Kolleginnen und Kollegen sind auch mit dabei, wenn es um das Projekt X über Z geht.

00:22:44: Wo ich denke, ich will erstmal das Meeting zu Ende bringen und mir dann Gedanken darüber machen, wie es weitergeht.

00:22:49: Nein, die Geschwindigkeit ist einfach... weiter.

00:22:52: Man sitzt vor den Geräten und an den Geräten und wird sie auch weiterhin nutzen, dass was man da mitnehmen sollte als positiver Effekt ist eben der Geschwindigkeitsvorteil.

00:23:02: Ich muss nicht nachher noch Leute anrufen, ob das irgendwie läuft oder klappt, sondern ich kann das quasi in Echtzeit machen.

00:23:08: Also ich mache es zum Beispiel so, ich habe mir eine Handyhülle zugelegt, die vorne eine Klappe hat, die also das Display abdeckt und die auch auf der Rückseite Die Kamera abdeckt.

00:23:17: Das macht es für das spontane Fotografieren etwas unkomfortabel.

00:23:21: Ist aber meiner Ansicht nach auch ein ganz gutes Zeichen.

00:23:23: Sieht dann so ein Treck natürlich ein bisschen auf, so eine Hülle.

00:23:26: Aber ist natürlich dann auch das Zeichen, das Gerät ist zwar da, aber es spielt keine Rolle.

00:23:32: Und es ist in der privaten Situation, ist es auch definitiv stumm geschaltet.

00:23:37: Wohl gemerkt, wenn wir hören, dass ein Handy vibriert, ist es nicht stumm.

00:23:40: Ja, es ist nur leiser, weil die Ablenkung ist ja die gleiche.

00:23:43: Ich weiß ja, dass eine Nachricht reinkommt, wenn es vibriert oder wenn es mehrmals vibriert oder einen längeren Zeitraum, dass halt ein Anruf reinkommt.

00:23:50: Anders ist es natürlich, wenn man Situationen hat, dass man noch auf einen dringenden Rückruf... wartet, dass beispielsweise das letzte Kind am Tisch halt noch fehlt und man weiß, dass es vielleicht ein bisschen verpallt oder verfährt sich auch gerne mal mit dem Bus, dass man dann natürlich das Gerät eingeschaltet lässt, aber sie dann auch gemeinsam wegpackt.

00:24:12: denke ich durchaus üblich und im beruflichen Kontext ist es natürlich so, dass wenn ich im Coaching eine Mittagspause habe oder dass wir eine Kaffeepause zwischendurch haben, dass man dann offen kommuniziert und sagt, ich muss hier nochmal eben kurz was nachschauen oder ich habe hier jemanden, der wartet noch auf eine Rückmeldung, dann ist das aber, denke ich, Common Sense, dass man sich darauf verständigt hat.

00:24:34: Und dann fange ich nicht an zu gucken, wo sind gerade meine Amazon-Packen oder sowas.

00:24:39: Ich glaube, wir müssen da wirklich trennen, was ist unsere Packen?

00:24:41: persönliche Wünschvorstellung.

00:24:42: Und wir hätten es gerne, aber wollen uns hier darauf konzentrieren, was erwarten wir für sechsundzwanzig?

00:24:47: Und ich denke, dass die Toleranz gegenüber, ich sage es mal platt, Handy am Tisch einfach zunehmen wird und dass die Vorteile, dass Sachen schnell erledigt werden können, dass man schon schnell was checken kann, einfach zunehmen werden.

00:25:01: Und der Nachteil ist tatsächlich eine Verringerung der Konzentration, die erhöhte Ableckbarkeit.

00:25:06: Niemand wird behaupten, dass ja irgendwie gesund was da passiert.

00:25:10: keiner stelle irgendwie sinnvoll weil man natürlich selbst durch die klügsten filter einstellungen mit wer darf stören und wann wird was auf dem auf dem Handybildschirm angezeigt?

00:25:21: selbst durch die klügsten Filter Einstellungen wird man nicht diese diesen Unterbrechungsfaktor irgendwie minimieren können.

00:25:28: Also man kann zwar dann einstellen, dass irgendwie was hat so gerade gesagt die Amazon-Päckchen nicht mehr blinken, aber man kriegt dann irgendwie trotzdem noch allen Büchern anderen Kramen mit.

00:25:38: Insofern gesund ist das nicht.

00:25:40: Aber wenn ich nach vorne gucke, dann sage ich, dass wir zunehmend, wir werden uns alle einfach daran gewöhnen, so wie sich vor Generationen irgendwie mal dran gewöhnt hat, dass irgendwo mein Telefon klingelt und man dann auch aufstehen muss und dran gehen.

00:25:52: Und genau dieses Hybride-Leben wird einfach weiter Einzug halten in alle Bereiche und ich glaube, jetzt muss man einfach nur damit dielen und damit klug umgehen.

00:26:05: Ja, wobei ich da sagen muss, wenn man beispielsweise im Restaurant oder in der Hotelbar sitzt oder überhaupt in der Bar sitzt.

00:26:12: Und da sitzen Leute mit einem Smartphone für zweitausend Euro und haben keine zwanzig Euro für die billigsten Bluetooth-Kopfhörer und meinen dann sozusagen in Zimmerlautstärke, sich durch Instagram oder TikTok scrollen zu müssen.

00:26:26: Noch mache ich mir die Arbeit, stehe ich auf und trage höflich sozusagen meinen Anliegen vor, dass es mich vier Tische weiter dann doch stört und dass ich jetzt nicht wirklich wissen möchte, mit was für einen Unfug da jetzt jemand seinen Gehirn füttert.

00:26:39: Da habe ich bis jetzt auch noch nie die Ablehnung erfahren.

00:26:43: Also meistens sind die Menschen dann so, war mir gar nicht so bewusst, dass man das da hinten hört.

00:26:48: Einfach, weil sie es zu Hause halt auch machen beim Essen oder wenn sie keine Langeweile mehr aushalten können.

00:26:54: Von daher gesehen, ich hoffe, dass wir diese diese Insel noch haben, wo Handy nicht ist.

00:27:00: Und in Köln gibt es ein Premiumkino.

00:27:04: Und das ist so komplett anders als diese Konsumtempel, wo man sagt, wenn man sich da ein Kinofilm anschauen will, hat man das Gefühl, man ist sozusagen auf dem Jahrestreffen der gymnasialen Mittelstufe oder sowas.

00:27:16: Sondern da gehen halt nicht so viele Leute hin.

00:27:18: Das ist natürlich dann auch etwas hochpreisiger, weil da gibt es dann auch ein kostenloses Glassekt zur Begrüßung und Service am Platz und ganz bequeme Sessel.

00:27:26: Also wirklich sensationell.

00:27:28: Man kann die Beine hochlegen.

00:27:30: Man

00:27:30: kann die Beine hochlegen.

00:27:31: Also MC kennt das Kino offenbar auch.

00:27:34: Und das sind dann so Dinge, wo ich sage, Mensch, wunderbar.

00:27:37: Aber allein schon aufgrund der äußeren Umstände, vielleicht liegt es auch am Preisgefüge und an der Altersstruktur dort.

00:27:44: Hat auch niemand drei Reihen vor einem alle zwanzig Minuten das Handy an und guckt da seine WhatsApp-Nachrichten durch oder postet gerade.

00:27:52: Ich bin gerade im Kino und das finde ich natürlich schon sehr hochwertig und da würde ich mir von zwei tausend sechsundzwanzig wünschen, dass solche Inseln größer werden.

00:28:01: Ja, dass da sozusagen die Landnahme zunimmt und immer mehr Menschen vielleicht sagen, na ja, also wenn ich ein Smartphone für zweitausend Euro habe, auch wenn ich es mir beim Telekommunikationsanbieter etwas günstiger geschossen habe, dann habe ich vielleicht auch noch fünf Euro oder zwanzig Euro für ein paar Bluetooth-Kopfhör, die ich mir dann einfach in die Hosentasche stecke, um sie dann auch zu nutzen, wenn ich in ein Hotelbar sitze und die anderen nicht belästigen soll.

00:28:26: Ja, also da habe ich schlechte Erfahrungen schon gemacht.

00:28:28: Richtig ist, in vielen Fällen funktioniert.

00:28:30: Ich will das mit dem Kurzansprechen.

00:28:33: Leute benden das dann oder suchen ihre Kopfhörer.

00:28:37: Aber ich habe auch schon Fälle erlebt, wo es jemand einfach nicht die Bohne interessiert hat, mir vielleicht auch noch unfreundlich gegenüber geworden ist.

00:28:44: Und da fehlt mir auch noch so ein Ticken, so die Eskalation.

00:28:46: Also was machst du denn dann, wenn du dann zurückgewiesen wirst und natürlich auch keine Unterstützung von Umstehenden oder Umsitzenden bekommt?

00:28:53: Weil ja, da große Angst ist, sich in sowas reinzuhängen.

00:28:56: Also da habe ich noch keine richtige Lösung für.

00:28:58: Aber ich spreche trotzdem weiter Leute an, weil ich es natürlich auch persönlich unangenehm finden.

00:29:03: Ja,

00:29:04: also es gab Weihnachten eine Sache, die nicht unter dem Baum lag, die ich normalerweise gekauft hatte.

00:29:09: Und zwar war das so ein Spiel, wo man Musik-Songs raten muss, um sie dann auf der Zeitachse richtig hinzulegen.

00:29:17: Und das war ein Spiel, da habe ich dann auf den zweiten Blick gesehen, weil ich mich gefragt habe, wie haben die Titel da in dieses Spiel reinbekommen.

00:29:24: Und das funktioniert mit QR-Codes und das bedeutet natürlich, dass du dann dein Handy wiederum am Tisch hast.

00:29:30: Ich glaube, das wird jetzt im Jahr auch weiterhin so ein Zukunfts-Ding sein, dass man sagt, auch Spiele oder überhaupt Unterhaltung wird hybrider.

00:29:39: Es ist ja in Museen auch schon so, dass ich da auf dem Smartphone, das finde ich dann sehr praktisch mit dem QR-Code, mir eine Audiodatei anhören kann und ich verstehe dann besser, welches Bild oder welche Skulptur ich da gerade betrachte.

00:29:51: Aber bei diesem Spiel, denke ich, frage ich mich... Einfach hat man das jetzt das Handy mit eingebaut, weil es technisch eine vernünftige Lösung ist, oder hat man das Handy eingebaut, weil man sonst das Spiel nicht verkauft bekommt, weil die Leute lieber mit dem Handy was machen.

00:30:04: Also das ist so etwas da, okay, da kann ich jetzt eine Münze werfen über meine Erkenntnis, aber da denke ich, wird es im Jahr im Jahr im Jahr und im Jahr im Jahr auch noch mehr kommen in diese Richtung.

00:30:14: Und wenn du mir noch vierzig Sekunden oder fünfzig gibst, In der aktuellen Spiegelausgabe Nummer eins, sechsundzwanzig ist die Titelgeschichte Benehmt euch.

00:30:23: Und die ist gar nicht so schlecht geschnitten, geschrieben.

00:30:26: Und da gibt es aber natürlich auch die obligatorische Service-Liste.

00:30:29: Fünfzig Tipps, wie man sich besser benimmt.

00:30:32: Das ist so in Anlehnung an den Kniegel und Punkt eins und nur auf den möchte ich mich hier konzentrieren.

00:30:38: Geht natürlich, darf das Handy am Tisch.

00:30:41: auf dem Restaurant auf dem Tisch liegen.

00:30:43: Und ich zitiere jetzt mal aus dem Spiegel die Antwort.

00:30:46: In sehr vornehmen Restaurants würden Sie das Handy an der Rezeption hinterlegen und sich Bescheid geben lassen, wenn ein Anruf reinkommt.

00:30:54: Aber wann ist man schon mal in solchen Restaurants?

00:30:56: Ich muss zugeben an dieser Stelle unterbreche ich das Zitat kurz.

00:30:59: Ich war schon in solchen Restaurants und das waren keine besonders vornehmende Restaurants, aber das war so an den Anfängen der Mobiltelefone, die man hatte.

00:31:07: Und da war das völlig normal, dass man, wenn man Anrufe erwartet, hat auch in normalen Gaststätten das Smartphone oder damals hieß es noch Handy oder Mobiltelefon abgegeben hat.

00:31:17: Und man wurde dann benachrichtigt, da ist ein Anruf reingekommen.

00:31:22: Der und der war dran und sie sollen unter der und der Nummer zurückrufen.

00:31:25: Also fand ich immer ein Super Service.

00:31:26: Und jetzt geht es weiter im Spiegel.

00:31:28: Zitat, in bodenständigeren Lokalen gilt, wenn sie allein sind, scrollen sie gerne auf ihrem Smartphone.

00:31:35: Sobald sie mit einer weiteren Person essen, sollte es im Flugmodus in der Tasche verschwindet.

00:31:40: Wenn Sie einen wichtigen Anruf erwarten, sagen Sie es zu Beginn, dann können Sie das Handy mit Vibrationsalarm auf den Tisch legen, mit dem Bildschirm nach unten, so der Spiegel in seiner Titelgeschichte benehmt euch.

00:31:55: Find ich gut.

00:31:57: Auf

00:31:57: jeden Fall.

00:31:57: Ich stehe da auch irgendwo, ob mein Handy mit auf die Toilette nehmen sollte, weil ich beobachte dann öfter, wenn dann Leute, die auch relativ großen Smartphones dann entweder in der Hosentasche oder die Damen in der Handtasche oder unter dem Arm haben und dann nur strax das Örtchen aufsuchen.

00:32:15: Nee, da steht nichts drin.

00:32:16: Ich habe alle fünfzig durchgelesen vor dieser Sendung oder vor dieser Ausgabe des Podcasts.

00:32:21: Aber ich habe es selber auch schon in der auf der Herren Toilette im öffentlichen Raum mitbekommen, dass auf einmal gab es irgendwie einen ziemlichen Streit und es waren zwei Kabinen besetzt und ich dachte mir so, Gott, was ist da los?

00:32:35: Muss ich einschreiten?

00:32:36: Und dann war mir klar, dass da jemand in aller Seelenruhe ein offenbarer Spielfilm geguckt hat oder Ausschnitte davon.

00:32:42: Ich weiß nicht, wie lange der da gesessen hat.

00:32:44: Aber ich meine es ist natürlich auch unhöflich.

00:32:46: Ich gehe mal davon aus, dass wenn man mit einem Smartphone auf die Toilette geht, dass die Verwaltdauer dann auch dort etwas länger ist als ursprünglich geplant.

00:32:53: Und das ist natürlich auch nicht höflich gegenüber den Menschen, die noch am Tisch sitzen und sich eigentlich auch freuen würden, wenn besagter Kollege, Freund, Familie mitglied dann auch wieder zu den anderen stößt.

00:33:05: Ich denke, wir haben da so ein paar Sachen zum Nachdenken mitgegeben.

00:33:08: Okay, also unser Leben wird noch hybrider MC.

00:33:12: Wir schließen diesen zweiten Teil auf einer Skala von eins bis zehn.

00:33:15: Was glaubst du, wie viel Hybrida wird unser Leben?

00:33:19: Ich gebe demnach.

00:33:20: Das ist ja auch meine Tese.

00:33:23: Ich glaube, das wird einfach zunehmen.

00:33:25: Und wir werden uns auch, wenn es ungesund ist, daran gewöhnen müssen.

00:33:28: Also bei der Acht von MC schließe ich mich an.

00:33:31: Fühl mich aber nicht besonders wohl damit.

00:33:37: Die These Nummer drei.

00:33:38: Führen wird anstrengender.

00:33:41: Teams sind nicht mehr vor Ort.

00:33:43: Alle sind hochspezialisiert.

00:33:45: Die sprechen weder dieselbe Sprache, noch haben sie dieselbe Arbeitsauffassung.

00:33:49: Diese und andere Merkmale in allen Variationen finden Führungskräfte vor.

00:33:54: Raufen sich oft die Haare.

00:33:56: Das heißt, das wird richtig harig und schwierig.

00:34:00: Und wir haben die These formuliert, weil ich glaube, das wird in extremen Maße zunehmen.

00:34:06: Also ich kann es aus meinen Coachings nur bestätigen.

00:34:09: Diese Probleme bei Führungskräften nehmen definitiv zu, dass sie einfach sagen, dass es alles so zerfasert.

00:34:16: Ich habe die Leute nur noch virtuell in einem Raum.

00:34:19: Ich bemerke teilweise, dass sie nebenbei noch was anderes machen oder ich bekomme Antworten, die sehr oberflächlich sind, dass ich das Gefühl habe, die Frage, die ich eben ins Team gestellt habe, wird von dem ein oder anderen einfach mal schnell durch Schädgipetie gejagt und dann kriege ich so eine allgemeine Antwort.

00:34:36: Also ich fürchte auch, das wird weiter zunehmen.

00:34:38: Das heißt, umgekehrt muss gedacht werden.

00:34:42: Die Frage ist nicht nur, was erwarte ich fachlich von den Menschen.

00:34:45: Das ist auch schon eine große Frage, sondern umgekehrt auch, wie kriege ich das von Menschen?

00:34:50: Das heißt, die Fragen von Motivation, von Kommunikation, wie trete ich überhaupt in einen sinnvollen Kontakt?

00:34:58: Die Frage auch, die viele Konzerne oder Unternehmen beantworten wollen mit der Frage der Präsenz und dem Verhältnis.

00:35:06: Homeoffice zu Präsenzzeiten.

00:35:08: Das wird eine virulente Frage bleiben und ich kann nur jeder Führungskraftraten das absolut auf die PriO einzusetzen, weil die Frage von, weiß ich nicht, Wettbewerbsstrategien oder die Frage von, wie entwickelt sich meine Kundenschaft wird immer zurückstehen hinter der Frage, habe ich überhaupt die Leute an Bord, die genau diese Aufträge abarbeiten können oder diese Dienstleistung innerhalb eines Unternehmens erbringen können.

00:35:32: Und wenn ich die Leute nicht an Bord Aber also spricht ihren Kompetenzen, deren Fähigkeiten, deren Arbeitskraft, deren Motivation.

00:35:38: Dann bräuchte den Auftrag nicht, weil dann kriegt den auch nicht auf die Spur.

00:35:42: Also ich kann nur dringend dazu raten, sich sofort die eigenen Leute anzugucken.

00:35:48: Im Sinne von, wir arbeiten, wir zusammen, wo hakt's?

00:35:50: Weil alles, das wir es jetzt an Problem festgestellt wird, wird nur schlimmer werden.

00:35:55: Ja, das schließe ich mich an.

00:35:58: Es wird aber für Führungskräfte definitiv schwieriger werden, die Mitarbeitenden richtig einzuschätzen.

00:36:05: Glaubst du jetzt auch jetzt als Psychologin, dass da mehr Bedeutung auf andere Skills zukommen wird?

00:36:14: Also das Wichtigste, die Frage ist natürlich, an welcher Position sitzen Leute?

00:36:18: Und wenn ich jetzt mal von Führungskräften ausgehe, der unteren Ebene, die haben unten drunter, sag ich mal ganz platt, die operativen Einheiten.

00:36:26: So, und dann muss eine Führungskraft heute viel mehr als früher noch genau wissen, was können die Leute und wie sind die drauf?

00:36:33: Und wie sind die drauf?

00:36:34: Bezeichne ich als, was für eine Arbeitserfassung ist.

00:36:36: Da haben die eine hohe Bindung an das Projekt, an das Unternehmen.

00:36:39: Haben die eine sehr positive Arbeitserfassung, sind die sehr leistungsmotiviert?

00:36:43: Ja, schieben die eine ruhige Kugel.

00:36:45: Ich habe sehr oft Anfragen auch aus von Führungskräften, die eben darauf hingehen, na, was mache ich denn mit Menschen, die die erwartete Leistung nicht erbringen, die entweder nicht oft genug überhaupt vor Ort sind, die die erwarteten Leistungsnormen nicht erbringen.

00:37:03: Wir haben mit vielen Unternehmen da keine sehr... gesunde Fehlerkultur, was das angeht.

00:37:09: Da wird entweder auf der einen Seite die Arbeitsverdichtung und die Arbeitsbelastung so extrem hoch, dass die Leute am Stock gehen im bestimmten Bereich und in anderen Bereichen.

00:37:21: es ist relativ einfach eine ruhige Kugel zu schieben.

00:37:24: Es geht extrem weit auseinander, also zwischen totaler Überforderung, zwischen bisschen zu, ich komme ja auch so irgendwie durch, ist alles vertreten im deutschen Arbeitsleben.

00:37:36: das erlebe ich auch unter den Führungskräften, dass sie sagen, wie kann ich in diesem Spannungsfeld zwischen extrem hoher Arbeitsverdichtung bis hin zu, was ich nicht Fachkräftemangeln und auf der anderen Seite habe ich Leute, die es aber nicht fertig bringen, wie kann ich in diesem Feld bestehen?

00:37:52: Und der erste Schritt ist tatsächlich, ich muss mir absolut sicher sein, wen ich im Team habe.

00:37:57: und wenn ich Informationsdefizite habe, zum Beispiel über die Kompetenzen, über die Fähigkeiten, über die ... über die Arbeitsmotivation.

00:38:05: Da muss ich mir als erstes hinsetzen und diese Informationen beschaffen, zur Not durch einbestellen, umdrehen, schütteln.

00:38:11: Also, das muss klar sein, weil wenn ich nicht weiß, wie jemand drauf ist, dann kann ich den noch nicht vernünftig einsetzen.

00:38:17: Und das, was oft falsch gemacht wird, ist, dass versucht wird, in irgendwelche Gespräche oder Listen oder To-dos oder ich weiß nicht, was allmöchen mechanistischen Instrumente zu gehen, sich dann immer wieder wundern, dass sie nicht funktionieren, aber immer wieder das Gleiche probieren.

00:38:31: Das ist nicht klug.

00:38:33: muss das doch mal so machen oder was?

00:38:34: Ja, also eine der wichtigsten Lehren für mich für Führungskräfte ist, göttliche Einsicht gibt es nicht.

00:38:41: Führungskräfte denken wie Eltern, irgendwann muss er oder sie das doch verstehen, einsehen, dass es so nicht läuft, dass wir andere Regeln haben, dass es so gemacht wird.

00:38:51: Das funktioniert bei Eltern nicht und bei Führungskräften genauso wenig.

00:38:54: Es gibt keine göttliche Einsicht.

00:38:56: bin katholisch.

00:38:57: Ich kenne mich damit aus, gibt es nicht.

00:38:59: Weil wenn Menschen etwas nicht tun, dann gibt es so unbequem und unangenehm, das klingt, es gibt einen Grund.

00:39:04: Entweder können sie es nicht, dann reden wir von quantitativer oder qualitativer Überforderung oder sie haben aus irgendwelchen Gründen keinen Bock drauf, weil sie sagen ruhige Kugel ist mein Lebensprinzip.

00:39:14: dann kommen die aber nicht aus den Füßen, wenn siebzigmal das gleiche problemorientierte Gespräch gefühlt wird.

00:39:20: Das heißt, wenn ich Leute habe, die sich nicht so verhalten, wie ich das gerne hätte, muss ich, und das ist unbequem und zäh, herausfinden, warum das so ist.

00:39:29: Ja.

00:39:30: Und auf der anderen Seite steigt natürlich auch die Überprüfbarkeit von Führungskräften durch künstliche Intelligenz, weil natürlich Entscheidungen oder Schriftsetze oder teilweise auch Mails, die von den Führungskräften an ihre Mitarbeitenden geschickt werden, durchaus mal eben schnell durch eine KI gejagt werden können, auf Plausibilität prüfen können.

00:39:50: Und da wird man vielleicht dann auch Fehler finden.

00:39:53: oder wird, wenn man Pech halt halt auf eine hallucinierende KI treffen, die sozusagen dann falsche Ratschläge gibt, was dann wiederum die Glaubwürdigkeit der Führungskraft reduziert?

00:40:04: Also ich würde einmal, also ich rate Führungskräften auf der einen Seite eben tatsächlich... die Situation ihrer Mitarbeiter so gut zu kennen, Arbeitsumfang, Motivation, Hintergrund etc.

00:40:17: und dann aber auch gleichzeitig, damit wir mal von der Belastung ein bisschen runterkommen, weniger zu kommunizieren.

00:40:23: Also diese, jedes Mal überlegen, ist jetzt sein Rund schreiben?

00:40:26: oder ist eine Mitteilung an die Gruppe fällig?

00:40:29: oder habe ich nicht mehr davon, wenn ich gezielter kommuniziere und mal vielleicht zu dem altertümlichen Telefon greife oder mal einen Termin mache und mir die Leute mir die Leute reinhole und mal vernünftig mit denen spreche und dann auch möglicherweise verbindlichere Vereinbarungen treffen, weil die stärkste Waffe die Menschen haben, wenn es sich nicht um einen Zwang handelt.

00:40:53: ist das persönliche Gespräch, die persönliche Überzeugungskraft.

00:40:57: Da geht nichts drüber.

00:40:57: Kein Geld, keine Rahmenbedingungen, keine Betriebsvereinbarungen können Sie alles knicken.

00:41:01: Das Wichtige ist das persönliche Gespräch.

00:41:03: Dadurch kann ich am meisten Einfluss ausüben.

00:41:06: Jenseits von Zwang, das wir im betrieblichen Kontext nicht einsetzen.

00:41:10: Und das ist auch richtig so.

00:41:11: Aber dieses persönliche Gespräch und diese Überzeugungskraft, die man da reinlegen kann, sowohl im Zweierkontakt als auch in der Gruppe, wird unterschätzt und diese Mittel werden zu wenig genutzt.

00:41:22: Ja, und dann ist natürlich auch immer die Frage, wie setzt man selber KI ein und macht das auch transparent?

00:41:27: Das kann natürlich unter Umständen auch falsche Rückschlüsse ziehen.

00:41:31: Ich habe das im privaten Umfeld, also auch hier kein Coachy, aber Führungskraft.

00:41:36: Ja, und Führungskraft erzählt mir, dass er seinen Kolleginnen und Kollegen erzählt habe, dass er die Rede zum fünfundsebstigsten Geburtstag seines Vaters von GPD hat schreiben lassen.

00:41:50: Und das ShedGPT, das so großartig gemacht hat, dass der Vater sogar am Ende ein Tränchen verdrückt hat.

00:41:55: Und da muss man natürlich jetzt sagen, okay, was wirft das jetzt für ein Bild auf?

00:41:59: Also auf der einen Seite kann man sagen, hurra, großartig für ShedGPT.

00:42:03: Aber das zeigt natürlich auch, dass er sich für seinen fünfundsebzigjährigen Vater da nicht wirklich Mühe gegeben hat.

00:42:08: Und dann nehme ich lieber eine rumpelige Rede in Kauf, die aber dann eine echte ist.

00:42:12: Und er wertet natürlich damit auch seinen Vater ab.

00:42:15: Meiner Ansicht nach, wenn er das seinen Kollegen und Kollegen erzählt.

00:42:18: dass er da einfach mal für eine Zwanzig-Dollar-Vollversion sozusagen sich eine Rede für einen familiären Anlass hat schreiben lassen.

00:42:26: Und dann frage ich mich natürlich im Umkehrschluss, was werden die Kolleginnen und Kollegen von ihm anschließend machen.

00:42:32: Ja, wenn sie sagen, okay, wenn der Chef schon für seinen Vater zum fünfund- und siebzigsten Schädgipedie benutzt, warum soll ich da nicht Schädgipedie benutzen?

00:42:40: Um, ja, und dann sind wir wieder im Arbeitsalltag.

00:42:43: Wohlgemerkt, wir reden hier über die zufällige und willkürliche Nutzung von KI und nicht über eine KI, die vom Unternehmen gewünscht ist oder wo die Prozesse klar definiert sind, wo die rechtlichen Rahmenbedingungen abgesteckt sind.

00:42:56: Ich will die KI ja überhaupt nicht hier verteufeln.

00:42:58: Aber das sind dann so Dinge, Wo ich sage, da sind wir dann schon in dunkelgrau-Zonen drin, wo man sagt, danach kann eigentlich nur noch schwarz kommen.

00:43:05: Also, ich teile deine Kritik an dieser Führungskraft, dass sie das mit der Rede den Kolleginnen und Kollegen erzählt hat, weil das gehört sich...

00:43:13: Auf der einen Seite das machen und zum anderen das auch noch weiterzutragen und sich damit zu brüsten ist natürlich...

00:43:17: ...kennen die Personen jetzt nicht, insofern... würde ich sagen, wenn sich jemand wirklich schwer tut, zu formulieren, sich vielleicht auch unwohl fühlt in der Rolle, dann finde ich das jetzt erst mal nicht so verwerflich.

00:43:30: Wenn jemand danach die großen Reden schwingt, dann darf ich nachher jetzt sie auch eine halbe Stunde hinsetzen können.

00:43:34: Also wenn sich jemand wirklich schwer tut und sagt, das hilft mir wirklich, ich fühle mich damit sicherer vor der Gruppe aufzutreten, dann würde ich sagen meine Wegen noch besser hätte ich gefunden, wenn er dann noch jemand aus der Familie gefragt hätte und gesagt, können wir das nicht zusammen machen?

00:43:46: Ich fühle mich da total unwohl, kann mir jemand helfen.

00:43:50: Das hätte ich noch ein bisschen schöner gefunden, als das mit der KI zu machen.

00:43:56: Ja,

00:43:56: ich habe hier noch ein sehr schönes Erlebnis mit KI, die keine KI ist.

00:44:02: Und zwar habe ich jetzt hier vor kurzer Zeit standardmäßig so ein Routine eingreifen lassen müssen.

00:44:10: Und ich war im Universitätsklinikum Bonn.

00:44:13: Und wie das dann, also ganz großartige Leute da, also wer immer zuhört, viele Grüße von mir.

00:44:17: Ich habe das alles großartig gemacht.

00:44:19: gut, aber in so einer Patientin lange Weile habe ich mal in die Datenschutzerklärung reingeschaut, die ich da unterschrieben habe.

00:44:27: Und weil wenn man da so eingeliefert wird, dann unterschreibt man das natürlich einfach so, dann setzt man sich ja nicht hin und liest da so ein ganzes Häftchen durch.

00:44:34: Aber ich habe dann mal hinten geschaut und ich zitiere jetzt aus der Datenschutzerklärung der Universitätsklinik Bonn und zwar wie folgt.

00:44:42: Keine Nutzung personenbezogener Daten zur automatisierten Entscheidungsfindung.

00:44:46: Das war die Überschrift.

00:44:47: Und dann im Text eine automatisierte Entscheidungsfindung bedeutet, dass Entscheidungen vollständig mit Computern berechnet und getroffen werden.

00:44:55: ohne dass ein Mensch dies inhaltlich bewertet.

00:44:58: Entscheidungen werden am Universitätsklinikum Bonn ausschließlich durch Menschen getroffen.

00:45:03: Personenbezogene Daten werden am Universitätsklinikum Bonn nicht zu einer automatisierten Entscheidungsfindung genutzt.

00:45:09: Ich muss ganz ehrlich sagen, das hat mich auch im Nachhinein unheimlich beruhigt, dass es nicht ein Algorithmus war, der entschieden hat, wie ich jetzt behandelt werde.

00:45:18: Ich bin nicht Patientin dieses Klinikums und also nicht in der Situation.

00:45:26: Mich würde das zum Beispiel überhaupt nicht beunruhigen, wenn ich sage, da gibt es eine KI-Unterstützung, die Entscheidungen mit vorbereitet.

00:45:34: Also weil ich natürlich auf der einen Seite auch weiß, wie Informationsaufnahme funktioniert, wie Wahrnehmung funktioniert, dass Leute nicht immer gleich gut erfahren oder gleich gut drauf oder gleich gut konzentriert sind.

00:45:48: ist richtig, dass eine Entscheidung immer von einem Menschen getroffen wird, der dann auch, der oder die dann auch entsprechend die Verantwortung trägt.

00:45:56: Mich persönlich würde das überhaupt nicht stören, wenn meine personenbezogenen Patienten Informationen natürlich innerhalb eines datengeschützten Rahmens zu einer Vorbereitung der Entscheidungsfindung verwendet würden.

00:46:09: Also ist da recht total entspannt, weil ich glaube, dass quasi diese erzweiten Meinung, wie würde das eine KI mit einem ganz anderen Wissens mit einem ganz anderen Wissensbasis als ein Mensch, dann treffen und am Schluss sagten, Mensch, nee, ich folge meine eigenen Erfahrungen, meinem Kollegen Gespräch, meinen persönlichen Kenntnissen des Patienten oder der Patientin.

00:46:30: Das finde ich sogar noch besser.

00:46:33: Ja, also da gehen unsere Ansichten offenbar weit auseinander, aber wir sind ja, oder wir kommen jetzt zum Abschluss, der Tese drei Führung wird entsprechend anstrengender.

00:46:44: MC, für deine Prognose für zu...

00:46:48: Ja, ich bleibe jetzt mal regrettierend, in der Mitte, weil es schon schwierig genug ist.

00:46:52: Ich sage dann, wir sind auf einer Sechs, es wird noch eine Runde anstrengender.

00:46:57: Aber ich vermute, dass Führungskräfte jetzt schon auf einem harten Ritt sind.

00:47:02: Also in der Kombination aus meiner Persöncheneinschätzung und dem, was ich über die Coachings mitbekomme und auch so aus Unternehmen höre, gebe ich der These, Führen wird anstrengender, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:47:20: Und damit kommen wir zu unserer These Nummer vier.

00:47:22: Persönliche Treffen werden wertvoller.

00:47:25: Lohnt es sich noch dafür hinzufahren, sowohl privat und beruflich werden wir uns diese Frage häufiger stellen und ich stelle diese Frage an MC.

00:47:33: Wie sehr wirst du persönlich unterwegs sein?

00:47:37: Ich persönlich, ich werde sehr viel unterwegs sein, weil ich heute schon bemerke, dass sowohl beruflich als auch privat genau der persönliche Kontakt gerade bei meinen Themen besonders im Vordergrund steht.

00:47:50: Also man sagt, man trifft sich jetzt wirklich mal, um gemeinsam etwas zu tun, das wäre jetzt privat, oder man lädt mich ein, um in einen persönlichen Dialog zu treten.

00:47:59: In der Regel sind das ja Gruppen, mit denen ich zu tun habe oder wenn es im Bereich von Führungskräfte Coachings sind, das ist das Führungskräfte.

00:48:06: wo ich persönlich auch dazu rate, sich auch mal... persönlich zu treffen, gerade wenn es um eine längere Zusammenarbeit geht.

00:48:13: Und ich gehe davon aus, dass mein Reiseplan, so aus sieht wie im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im macht, weil viele Leute allein ins Kino gehen.

00:48:41: Ich glaube, aber die meisten gehen mit Freunden zusammen.

00:48:45: Das heißt, es wird Sachen geben, die die wir für wehrt halten, dass man das gemeinsam tut.

00:48:51: Und Kino ist natürlich ein perfektes Beispiel.

00:48:52: Die in der Regel kann ich mir einen Film zur gleichen Zeit oder eine Zeitspanne später auch alleine irgendwo angucken und zu deutlich geringeren Preisen und Opportunitätskosten.

00:49:04: Auf der anderen Seite im beruflichen Kontext, glaube ich, wird die Frage des Lohntes sich, sollten wir das persönlich machen, wird weiter zunehmen.

00:49:11: Wir werden Arbeitsverdichtung haben.

00:49:13: Wir werden weiterhin eine größere Anzahl von Mangelberufen haben, trotz schwacher Konjunktur.

00:49:18: Und da wird die Arbeitszeit einfach wertvoll sein.

00:49:20: Also da wird man Leute.

00:49:22: der Trend, Leute noch weniger durch die Gegend zu fahren für bestimmte Sachen, wird weiter zunehmen und man wird immer wieder die Frage stellen, lohnt es sich Menschen dadurch die Gegend zu fahren, zu einer Meeting, zu einer Konferenz, zu einem Kundengespräch oder kann das nicht auf anderen Wege stattfinden?

00:49:38: Das hat, da sind glaube ich die Möglichkeiten mittlerweile so groß, dass diese Nutzenfrage noch weiter in den Vordergrund rückt.

00:49:46: Es gab ja mal eine Zeit, da konnten wir uns nicht persönlich treffen und da war natürlich die Videokonferenz besser als nichts, hat uns da natürlich auch eine gewisse Nähe beschert.

00:49:57: Und wenn man natürlich in einem Unternehmen arbeitet, da kann man natürlich nicht pauschal drauf schauen und sagen, persönliche Treffen werden wertvoller oder nein, es gibt nur online und so weiter.

00:50:07: Ich denke, diese schwarz-weiß Trennung kann man da nicht vornehmen, weil wir haben natürlich auch viele Unternehmen, wo internationale Teams arbeiten oder wo ein Freelancer vielleicht auch offen am anderen Kontinent arbeitet, weil er in diesem Unternehmen für das er einen Job hat, vielleicht nur zehn Stunden in der Woche gebraucht wird.

00:50:24: Da würde es ja keinen Sinn machen, den entsprechend einfliegen zu lassen.

00:50:28: Also da werden wir weiterhin, denke ich, auf Hybrid und flexible Modelle setzen müssen.

00:50:33: Aber ich denke auch, dass das persönliche Treffen einfach nochmal ein Ticken intensiver ist, weil man plaudert ja dann doch auch nochmal über die ein oder andere Geschichte links und rechts in das eigentlichen Thema und bekommt dann natürlich auch eine größere Breite.

00:50:46: Also bei mir nehmen zum Beispiel jetzt auch in den Kommunikations-Trainings, also ich mache nicht nur Medien-Trainings, sondern auch Kommunikations-Trainings, dann nimmt zum Beispiel jetzt die Anfrage nach, wie kommen wir in den Smalltalk rein?

00:50:57: oder Wie kann ich meine Themen auch auf eine andere Art und Weise platzieren, ohne jetzt vorne eine PowerPoint-Präsentation erhalten zu müssen?

00:51:05: Das nimmt zu.

00:51:07: Und daher glaube ich auch, dass persönliche Treffen wertvoller werden.

00:51:12: Sie werden wahrscheinlich auch wieder zunehmen.

00:51:15: Und es gibt natürlich auch Unternehmen, die Chefs haben.

00:51:18: Meistens sind es Männer, die das so entscheiden, die dann sagen zurück ins Büro.

00:51:23: Also ganz knallharte Entscheidung ist so zu einhundert Prozent vielleicht auch nicht gerade die gute Lösung.

00:51:29: Aber ohne diese unangenehmen, harten Entscheidungen wird das wahrscheinlich auch nicht gehen, dass man sich persönlichen Treffen wieder etwas mehr widmet.

00:51:37: Weil das bedeutet natürlich auch, dass ich mit Menschen und vielleicht schaffe ich mir als Kommunikationstrainer da gerade noch einen zusätzlichen Markt.

00:51:45: dass ich mit Menschen natürlich auch in Echtzeit interagieren muss.

00:51:48: Also zur Not kann ich ja beim Online-Meeting immer noch mal sagen, ich habe jetzt gerade die letzten zwei Minuten nur einen ganz schlechten Ton gehabt oder ich habe dich nicht verstanden und dann entsprechend auf Zeit spielen.

00:52:00: Das kann ich natürlich nicht, wenn ich mit derselben Person im Raum bin.

00:52:03: Und dann sieht die selbe Person natürlich auch, ob ich die ganze Zeit hundert Prozent bei ihr bin oder nebenbei noch auf dem Handy datteln, auch wenn es beruflich ist.

00:52:12: Ich glaube, dass bei der Frage von Präsenz oder online unterschätzt, zwei Dinge total unterschätzt werden.

00:52:19: Nämlich einmal, das sind die Gespräche, die zwingend vorher und nachher stattfinden.

00:52:24: Also, dass man missachtet, dass natürlich vorher auch schon berufliche Sachen stattfinden, dass man sich beim Nachbarn unterhält, beim Rausgehen unterhält man sich noch mal über solche Sachen.

00:52:32: Das sind ganz, ganz wichtige Informationen, die auch für ein Projekt oder für die konkreten Tätigkeiten wahnsinnig wichtig sind.

00:52:41: total unterschätzt wird, ist das Quatsch mit dem Nachbarn.

00:52:44: Also einfach nur für Menschen, das ist wahnsinnig wichtig, in jemandem nebenan zu gucken und festzustellen.

00:52:51: findet der das auch gerade irritiert findet der das auch gerade komisch und das ist extrem wichtig um Fehler zu finden.

00:52:58: wenn man sich gegenseitig nur toll findet dann muss man nicht unbedingt zusammensitzen das kann man auch alleine oder projekte nur ganz toll finde ich das mal besoffen reden das ist ein ganz großes problem für viele entscheidungen.

00:53:08: wenn ich aber was vorstelle ohne folgenreiche entscheidung getroffen wird es ist ja oft in gremien und ein teil der gruppe satte ist irgendwas komisch.

00:53:16: ich glaube das passt so nicht oder das geht nicht dann ist das online ganz schwer feststellen überhaupt jemand auch so tickt.

00:53:22: Also möchte man auch nicht derjenige sein, da sagt das kann doch nicht funktionieren.

00:53:26: Warum geben wir das so viel Geld aus für Projekt A oder B?

00:53:30: Und das sind Sachen, wo die Präsenz unglaublich wichtig ist, weil dieses Gefühl für die Stimmung im Raum, die ist halt online so viel nicht da.

00:53:36: Also das ist ja... Die ist ja dann einfach weg, insofern darf man das auf gar keinen Fall unterschätzen.

00:53:44: Ich glaube aber, dass diese, das so ähnlich wie bei den anderen Thesen, dass es von außen einfach aufgedrückt wird.

00:53:50: Also Mobilität wird teurer und Leute rumfahren, muss der denn oder die, ich glaube, dass da geringlich auch die falschen Entscheidungen getroffen werden, zu Gründen der Virtualisierung, weil eben der Einfluss solcher persönlichen Treffen unterschätzt wird.

00:54:07: Auf der anderen Seite.

00:54:09: Diejenigen haben die Macht, die sich in die Augen gucken können, wo jemand noch mal zum Kunden rausfährt oder wo das persönliche Treffen mit den Kolleginnen und Kollegen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stattfindet.

00:54:21: Das kann ein Machtfaktor sein, weil eben der Einfluss von jemandem, der mir eine E-Mail schreibt oder ein Zoom-Meeting macht, kleiner ist als der Einfluss der Person, die mir gegenüber sitzt.

00:54:32: Das heißt also, du sagst, das ist ein Machtgewin.

00:54:34: Ich kann auch sagen, das ist ein Servicegewin oder ein gutes Verkaufsargument.

00:54:39: Ja, es kann doch ein Verkaufsargument sein.

00:54:41: Ich wollte es mal so ein bisschen zuspitzen und sagen, hier macht es das härtere Wort.

00:54:45: Okay, dann spitze ich mal auf eine Zahl zwischen eins und zehn zu.

00:54:48: Persönliche Treffen werden im Jahr zum Jahr zum Jahr.

00:54:51: Was sagst du?

00:54:52: Ich glaube, das gibt schon eine Sieben, weil eben man weiß, was da dranhängt, wenn sich jemand.

00:54:58: in Bewegung setzt und zu mir kommt oder wir uns auf einen gemeinsamen Ort einigen?

00:55:03: Also, ich würde dem einen neuen geben, schließe mich aber der sieben an und zwar aus folgendem Grunde.

00:55:09: Die persönlichen Treffen werden zwar wertvoller, aber ich bin sicher, dass das noch ein weiterer Weg sein wird.

00:55:16: Also, das wird man als auch im Jahr zwanzig so noch nicht erreicht haben.

00:55:20: Und diese Treffen können natürlich auch nur wertvoller werden, wenn wir wertschätzender damit umgehen.

00:55:26: Und deshalb, also das ist dann sozusagen der Grund, weshalb ich mich hier deiner Sieben anschließe.

00:55:33: So.

00:55:34: Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Aufregerthema mit der Aufregertese.

00:55:41: Unsere These Fünf.

00:55:43: Was wird man noch sagen dürfen?

00:55:45: Wir sagen jetzt, wie es mit dem Streit um Formulierungen weitergeht.

00:55:49: Ja, es ist der Klassiker.

00:55:52: Was führt eigentlich psychologisch dazu, dass Menschen oder dass immer mehr Menschen das Gefühl haben, sie können nicht mehr das sagen, was sie eigentlich gerne sagen würden, weil deren Positionen haben sich ja wahrscheinlich nicht so exorbitant verändert, dass man sagt, die sind jetzt weit außerhalb der Gesellschaft.

00:56:09: Also wir haben mehrere Effekte, die dann Rolle spielen.

00:56:11: Das eine ist natürlich eine starke Polarisierung, eine starke Kategorisierung.

00:56:16: Alles, was wir machen, ist plötzlich rechts und links oder gegen rechts oder gegen links, wie man es auch immer haben.

00:56:22: Also wir neigen viel, viel stärker dazu zu einer Kategorisierung.

00:56:28: Also gerade die Online-Kommunikation hat das Gegenteil von dem bewirkt, was mal vor zwanzig Jahren vermutet worden ist.

00:56:35: Wir haben keine Demokratisierung des Wissens, sondern wir haben eine Vereinfachung des Wissens.

00:56:40: Also extremes Schubladendenken.

00:56:43: Und das befeuert natürlich auch immer das Gefühl, oh sage ich hier mal besser nix, weil ich hier in der Community bin, die das nicht trägt.

00:56:51: Das andere ist natürlich, dass auch durch die politische Kultur diese Zuspitzung extrem befeuert wird, weil wir das Lager denken, ist ja durch extreme Parteien, hat das noch weiter, hat das noch weiter zugenommen.

00:57:05: Das heißt, man im Ergebnis führt das dazu psychologisch gesehen, dass Menschen sich so ein bisschen in die Enger getrieben fühlen und das Gefühl haben, ich muss meine Freiheit jetzt aufgeben, ohne dass das möglicherweise faktisch findet.

00:57:20: Also es wird ja nicht beim Mittagessen der Kantine, bricht ja keine Prügelei aus, weil jemand sich abfällig über irgendwas äußert, sondern da guckt vielleicht einer komisch und meistens passiert einfach gar nichts.

00:57:32: Das heißt, die Erwartung, dass etwas das eine Form von sozialer Ablehnung aufgrund von Formulierung besteht, ist extrem hoch, obwohl in der Praxis außer im Online-Bereich, wo das auf der anderen Seite total extrem ist, eigentlich relativ wenig passiert.

00:57:49: Also nach wie vor darf man im Alltag Sachen sagen und vielleicht guckt mal einer komisch oder sei das irgendwie drüber.

00:57:58: Aber die tatsächlichen Auseinandersetzungen, die verbalen Auseinandersetzungen sind ja viel schwächer im persönlichen Bereich, als man immer befürchtet.

00:58:06: Ja, aber es gibt auch meiner Beobachtung nach immer mehr Menschen, die sozusagen in der Gruppe erstmal sozusagen mitschwimmen sprachlich und sich dann aber im Nachhinein entsprechend eschofieren und sagen, das war gar nicht korrekt oder ich habe mich da nicht wohlgefühlt, haben aber in der Situation selber nicht eingegriffen.

00:58:27: Was glaubst du ist der Grund, dass diese Entwicklung zunimmt?

00:58:31: Die Frage ist, ob sie überhaupt zunimmt.

00:58:33: Ich glaube, dass es das immer gab.

00:58:35: Das ist die Angst vor sozialer Ablehnung.

00:58:37: Ich bin in der Situation, wo ich was unheimlich nehme an Beispiel, vorwärts.

00:58:41: Mir ist das vor einigen Wochen passiert.

00:58:43: Ich war in Baden-Württemberg in einer Kleinstadt und war da mit jemandem essen.

00:58:49: Wir sind ganz normal am Tisch.

00:58:50: Nebendran waren zwei Leute, die waren bereits fertig mit dem Essen.

00:58:55: Und jemand bestellte nebendran am Tisch ein Latte Macchiato, so nach dem Essen als Ersatzfest.

00:59:00: So weit, so unspektakulär.

00:59:02: Der wird offensichtlich ideologisch in einer besonderen Weise drauf, sagt er dann dazu, nee, sowas schuhe es haben wir bei uns nicht.

00:59:10: So, dann würde man sagen, das fand ich jetzt, im Jahr zweitausundfünfundzwanzig fand ich das persönlich auch nicht angemessen, wollte mich jetzt aber auch nicht in das Gespräch... Das war aber

00:59:16: jetzt auch nicht der Reichsbräugheller, in dem die waren.

00:59:18: Nein, das war, das war ein, wie gesagt, Kleinstadt Baden-Württemberg, deutsches Restaurant, ist noch irgendwie super, ja?

00:59:27: Und ich habe da auch nur mit halbem Ort zugehört.

00:59:30: Das war so eine Situation, über die ich tatsächlich länger nachgedacht habe.

00:59:33: Hätte ich jetzt irgendwas sagen sollen, ich fand es völlig unangemessen.

00:59:36: Es war wieder sachlich angemessen.

00:59:38: Noch hat mich seine persönliche Haltung zu Menschen mit homosexuellen Neigungen interessiert.

00:59:46: Es war einfach völlig drüber.

00:59:48: Und das wäre aber so ein klassischer Fall, wenn man sagt, ich bin nicht persönlich involviert, soll ich mich da als Reihen hängen, da ein Fass aufmachen, nach einem E-Mail schreiben.

00:59:56: Und ich glaube, dass es viele solcher Situationen... gibt, wo man denkt, ich sehe das eigentlich inhaltlich anders, will aber da jetzt nicht reingehen.

01:00:04: Der psychologische Hintergrund ist ja Angst vor sozialer Ablehnung.

01:00:07: Man möchte sich nicht alleine exponieren in so einer Situation und die große, also es ist wie eine, ja so eine Art Urangst von Menschen, da könnt ihr einer komisch gucken.

01:00:17: Realistischerweise muss man sagen, es passiert einfach gar nix.

01:00:19: Selbst wenn ich mich da jetzt mit dem Wirt angelegt hätte, ich hätte bezahlt, wäre gegangen, fertig, seh den Mann vermutlich nie wieder.

01:00:26: Gut, da gibt es auch noch etwas Trinkgeld korrektiv.

01:00:29: Meinet wegen auch das oder ich hätte nachher noch irgendwas sagen können, aber es passiert ja nix, er haut mir ja keine rein.

01:00:33: Also keine Fragen körperlicher Bedrohung.

01:00:37: Und das ist diese Angst vor sozialer Ablehnung, die wir sogar gegenüber Fremden haben, wo wir sagen, der Mann interessiert mich eigentlich überhaupt nicht.

01:00:45: Und das ist der Grund, warum wir in vielen Situationen eben nicht das Wort erheben.

01:00:50: Ja, also wenn ich da an meine alte Traditionskneipe denke, im Gölner Agnesviertel, da hätte man in den Neunzigeren, hätte man bei einer Bescheidung eines Latte Maghiato gesagt, was bist du denn für einer, so was haben wir nicht.

01:01:02: Und im Jahr zwutausend, sechsundzwanzig, würde man da einfach ein Latte Macchiato bekommen.

01:01:07: Ja, also... Ich

01:01:08: könnte da mal hier das auch probieren.

01:01:10: Das probieren wir aus.

01:01:14: Die Zeiten ändern sich da also.

01:01:15: Aber ich denke, dass dieses Gefühl gefangen zu sein.

01:01:18: Also wenn jemand wirklich... Du hast es ja auch in einer anderen Podcastfolge auch mal gesagt, dass wenn man dieselbe Aussage immer und immer wieder hört oder wiederholt, dann kommt sie so in unser Gehirn, dass sie irgendwann mal zu unserer Überzeugung wird.

01:01:30: Und dieser Satz Man kann nicht mehr sagen, was man will.

01:01:34: Es gibt natürlich dann im Umkehrschluss auch ein Gefühl, gefangen zu sein.

01:01:38: Und ich denke, das kann sehr gefährlich werden, psychologisch.

01:01:40: Aber du bist die Experte.

01:01:41: Ja, das Problem dabei ist, ist natürlich, inwieweit ist diese Angst?

01:01:49: realistisch.

01:01:49: Ja, aber vorhin schon gesagt, wenn ich was Falsches sage in einem Kontext, das schlimmste, was normalerweise passiert, ist, dass jemand komisch guckt oder vielleicht sagt, wie bist du denn drauf?

01:02:00: Oder dann nachher sagt, das war jetzt wirklich ein bisschen merkwürdig.

01:02:03: So, wir reden jetzt nicht über existenzielle Bedrohung.

01:02:06: Ich habe jetzt nicht, es gibt Situationen, in denen man sich nicht bewegen sollte und ich habe ja auch Erfahrungen gemacht, wo man ausgebot wird, wo ich auch mal geguckt habe, wo steht die Polizei, wenn ich auf einer Demo spreche.

01:02:19: Das ist jetzt, ist mir alles nicht fremd, aber da geht es dann wirklich um was.

01:02:23: Deswegen bin ich da immer etwas verhalten und sage, da muss man mal ganz in Ruhe überlegen, in was für eine Situation bin ich gerade?

01:02:30: und was ist jetzt wirklich die Gefahr?

01:02:31: Und ich glaube, dass wir uns in den letzten Jahren sicherlich angefangen, in so eine Schleife reinbewegt haben, wo Angst und reale Gefahr doch ein bisschen sehr stark vermischt worden sind.

01:02:48: Ich setze eigentlich auf eine Gesellschaft, dass man sich aus dieser Schleife wieder rausdrehen kann, indem man nämlich mal Sachen drüber spricht, mal die unterschiedlichen Punkte auch mal stehen lässt, ob es jetzt ums Essen geht oder um Formulierungen vielleicht auch mal ein Konsens findet und sagt, okay, darauf einnehmen wir uns jetzt hier bei uns in der Familie.

01:03:07: Wir sind zwar unterschiedlich drauf, aber dann ist jetzt auch mal gut.

01:03:11: Und ich glaube, dass das auch dem politischen Diskurs sehr gut tun würde.

01:03:15: Stattdessen drehen wir uns ja immer weiter in diese... in diese Position rein.

01:03:18: Also ich bin ja mittlerweile so weit, dass man kaum in bestimmten Kreisen auch nicht mehr sagen kann, man ist mit einem Fahrrad gekommen, weil dann ist man ja nix.

01:03:25: Also es nimmt ja abstruse Formen kann und diese Absurditäten sollte man, glaube ich, häufiger mal sicher machen.

01:03:32: Ja, und ich behaupte mal, wurde gerade sass, kommst mit dem Fahrrad und bist dann offensichtlich links.

01:03:38: Das sind, glaube ich, die Dinge, dass man weniger Orientierung hat und versucht dann sozusagen anhand scheinbarer, messbarer, harter Kriterien Orientierung zurückzuerlangen, also wenn MC mit dem Fahrrad kommt, ist sie links und wenn ich wahrscheinlich mit dem Auto komme, bin ich dann wahrscheinlich rechts.

01:03:55: Gut, wie auch immer.

01:03:57: Das ist dann so ein Punkt, wo ich als Medientrainer natürlich auch jahrelang gearbeitet habe, Formulierungen zu glätten, es runterzumachen.

01:04:05: Ja, also das sind dann solche Formulierungen wie Ja, bitte haben Sie Verschnittnissen dafür.

01:04:09: Wir nehmen unsere, die Bedürfnisse unserer Kunden und Kunden natürlich sehr ernst und wir arbeiten mit Hochdruck daran, dieses Problem zu lösen.

01:04:16: Ja, solche Formulierungen habe ich auch.

01:04:17: Zwei tausend sechsundzeigend waren sich noch weiter im Angebot, aber seit ungefähr gefühlt fünf oder sechs Jahren nimmt es auf Coaching.

01:04:24: Seite entsprechend zu, dass sie sagen, ne, geben sie mir etwas mit Ecken und Kanten.

01:04:29: Also ne klar, vielleicht auch mal etwas polarisierende, nicht polemische, aber polarisierende, klar fokussierte Position, weil dann jemand sagt, da bin ich als Führungskraft, egal ob männlich oder weiblich, bin ich besser.

01:04:43: nachvollziehbar, man kann meine Position besser nachvollziehen und vor allen Dingen habe ich etwas, wo ich mich gegenüber der Zentrale dann noch später dran messen lassen könne, dass ich an dieser Stelle so und so kommuniziert habe.

01:04:54: Da muss ich sagen, hat sich schon was entsprechend verändert und natürlich werde ich im beruflichen Kontext auch immer, also ich denke es gibt ein, genau das muss ich noch ganz kurz sagen, es gibt meiner Antheise nach ein familiäres, freundschaftliches Ich und es gibt ein beruflich öffentliches Ich, was Menschen im Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- ausgewogen, etwas zurückhaltender in der Formulierung?

01:05:36: Ja.

01:05:37: kann man so machen und ich bin auch sicher, dass es das so geben wird.

01:05:41: Und ich werde natürlich auch im Coaching schon mal, meistens in der Mittagspause, fragt mich dann jemand und sagt, sagen Sie mal von den Politikern, wen finden Sie denn so gut?

01:05:50: So, und da werde ich natürlich einen Teufel tun, die Frage einfach so zu beantworten, weil es könnte ja schief gehen, weil wen finden Sie denn so gut?

01:05:56: Kann ja bedeuten persönlich, charakterlich oder aber von der politischen Rhetorik her.

01:06:02: Und wenn dann klar ist, dass es um die Rhetorik geht, schicke ich sozusagen immer ein Disclaimer voraus.

01:06:06: dass ich sage, also es ist jetzt unabhängig von meiner politischen Ausrichtung, sehe ich folgende Politikerinnen und Politiker mit Blick auf ihre Zielgruppen für besonders talentiert oder besonders effektiv.

01:06:18: Weil dann kann ich sozusagen in meinem Kontext bleiben und bin ich im politischen.

01:06:23: Wenn ich allerdings jetzt einen Klienten aus dem politischen Bereich coache, dann diskutieren wir natürlich auch inhaltlich politisch, weil dann sage ich mir, okay, dann gehört das dazu.

01:06:34: Und dann lege ich aber auch im Vorfeld offen, wo mein politisches Spektrum liegt, damit sozusagen der Gegenüber das auch entsprechend einschätzen kann.

01:06:44: Aber ich glaube, dass das eine Lösung sein könnte, um Menschen wieder zurückzuholen, aus dem man dafür ja gar nichts mehr sagen.

01:06:53: Also, dass sie sozusagen aufteilen, was ist sozusagen der geschützte Raum innerhalb der Familie oder Freundeskreis und was ist sozusagen der beruflich öffentliche Kontext.

01:07:04: Das finde ich sehr schade.

01:07:06: Ich überlege, weil ich glaube, dass das einfach sich unangenehm anfühlt.

01:07:15: Wenn man das so strikt trennen muss und die Persönlichkeit verändert sich eigentlich.

01:07:18: Also gibt ja immer noch Leute, die denken ja, beruflich bin ich so privat, bin ich anders.

01:07:23: Nein, da tut sich Persönlichkeitstechnisch unglaublich weniger.

01:07:26: Also die Unterschiede sind kleiner als man meint.

01:07:29: Richtig ist natürlich ein paar Sachen.

01:07:31: würde man im beruflichen Umfeld nicht machen.

01:07:33: Denken wir mal an Humor.

01:07:35: Witze, den würde man am Mittagstisch in der Kantine nicht erzählen, aber am Tresen mit den Freundinnen und Freunden sicherlich schon.

01:07:44: Das ist auch völlig in Ordnung.

01:07:45: Ich würde das nur nicht so weit auseinanderziehen, weil dann bleibt man nämlich, dann wird es natürlich dann irgendwann sehr wagen.

01:07:51: Dann gucken alle nur auf ihre Schuhe und sagen, ja, ist heute kalt draußen.

01:07:54: Ja, ich muss noch eine Jacke anziehen.

01:07:57: Dann bewegt man sich da wirklich so ganz weit.

01:08:00: raus.

01:08:01: Insofern fände ich das schon okay, wenn man Eine Haltung hat eben zu bestimmen, sondern kann ich auch immer nur dazu raten, das möglichst konkret zu machen.

01:08:09: Also dann nicht zu sagen, man hat insgesamt was gegen Radfahrer oder so, sondern ganz konkret.

01:08:13: Ich habe heute Morgen so ein Erlebnis gehabt, der vor Jahr ohne Licht mit einem Dunkeln war eine Katastrophe, den fast umgefahren.

01:08:20: Dann kann man darüber sprechen und dann können andere auch sagen, hier, das ist wirklich eine komische Ecke oder das ist wirklich nicht in Ordnung oder ich handhabe das für mich anders, sodass man aus dem Konflikt rauskommt in irgendeiner Schub.

01:08:35: Das andere, was du gesagt hast, mit dem das Führungskräfte erwarten, stärker kantiger, prägnante Formulierungen zu haben, das finde ich grundsätzlich richtig und auch angenehm, weil dieses herumgeeier ist ja nur für alle fürchterlich unangenehm.

01:08:50: Und ich hoffe, dass wir dann dahin kommen, dass man das auch noch wieder stärker aushält und sagt, okay, wir sprechen über das.

01:08:55: Ich werfe noch einen weiteren Aspekt mit rein, nämlich über das zu sprechen, was nicht gesagt worden ist.

01:09:01: Mittlerweile wird auch sehr darauf geguckt, welche Themen nicht erwähnt worden sind.

01:09:05: Beispiel aus dem unternehmerischen Kontext.

01:09:09: in einer internen Mitarbeiter-Publikation den Brief eines neuen Vorstandsvorsitzenden gelesen.

01:09:17: So Brief an die Mitarbeiter, was er denn so alles vorhat.

01:09:21: Da kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überhaupt nicht vor.

01:09:23: Es ging um die Leistung des Unternehmens, was er, in dem Fall, was ein Mann, vorhat, wie sich das Unternehmen positioniert am Markt.

01:09:30: Also auf der Empathie-Skala nicht besonders hoch, wahrscheinlich.

01:09:35: Es kam einfach überhaupt nicht vor.

01:09:36: Also da ging es wirklich um... allenfalls noch im Bereich der besten Leistungen.

01:09:42: Das Unternehmen ist in einem bestimmten Bereich auch wirklich sehr weit vorne dran.

01:09:45: Das ist unbestritten, hat ungefähr über sieben Tausend Mitarbeiter, also wirklich nicht klein und ist in einem Bereich tätig, der im Dienstleistungsbereich ist.

01:09:58: Das heißt natürlich, wenn das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lesen und merken, wir kommen aber an der Front sozusagen überhaupt nicht vor, dann ist das ein Defizit, was wird.

01:10:08: Wobei hat jemand nicht gesprochen.

01:10:10: Also nicht nur, was es explizit erwähnt, sondern was fehlt auch.

01:10:13: Und ich glaube, dass da die Sensibilität zurecht zunimmt.

01:10:18: Und jetzt weiß ich nicht, ob da der Wunsch der Vater des Gedankens ist, dass wir im nächsten Jahr weniger auf die konkreten Formulierungen gucken, wo ist jetzt ein Doppelpunkt und wo ist ein Binneni, sondern umgekehrt, was steht denn da jetzt tatsächlich drin?

01:10:30: Und da bin ich mir nicht sicher, ob ich da zu viel Hoffnung habe und zu wenig realistischen Blick darauf.

01:10:37: weiter in diese Formulierungskampfschleife drehen.

01:10:40: Ja, das ist richtig und ich sehe aber auch zunehmend, auch in der Alltagskommunikation, dass der Kontext oftmals nicht so genau wahrgenommen wird.

01:10:50: Nehmen wir jetzt mal als Beispiel diesen Podcast.

01:10:52: Also wir sitzen hier sozusagen physisch im Büro zusammen und nehmen diesen Podcast auf oder diese Folge auf.

01:10:59: Und wir wissen aber nicht, wo sie diesen Podcast gerade konsumieren.

01:11:02: Also der eine mag vielleicht gerade Schuhe putzen, jemand anders fährt vielleicht gerade Fahrrad oder Auto, hört das auf dem Kopfhörer oder über die Autoanlage.

01:11:12: oder jemand anderes schält vielleicht Zwiebeln.

01:11:14: Und da muss man natürlich auch aufpassen, wo können wir sozusagen uns auf dünnes Eis wagen.

01:11:20: Also es gibt zum Beispiel in der Reaktion sehr oft, dass jemand sagt, boah, da hat jemand gesagt, dies und jenes und so und so, weil wir natürlich die emotionale Reaktion immer mehr bewerten als das, was tatsächlich gesagt wurde.

01:11:33: Also ich denke, das wird zunehmen, dass dieser Punkt, ich bin ja nur verantwortlich für das, was ich sage.

01:11:39: Ich bin ja nicht verantwortlich.

01:11:40: für das, was jemand meint, gehört zu haben.

01:11:42: Ja, also da ist diese Formulierung und Kommunikation immer das, was ankommt, ist an dieser Stelle etwas Unpräzise.

01:11:48: Ich kann ja nur beeinflussen, was ich sage.

01:11:50: Ich kann nicht beeinflussen, was sie hören oder was sie gemeint gehört zu haben, wenn ich es nicht gesagt habe.

01:11:57: Und das meine ich mit dem Kontext.

01:11:58: Dann heißt es dann, ja, aber der hat gesagt so und so und so.

01:12:01: Da muss man sagen, stop, stop, stop, stop, stop.

01:12:03: Er hat gesagt, wenn dies und jenes eintrifft, dann so und so.

01:12:08: Ja, und das ist so eine Feinheit, wo ich mir sage, Mensch, Leute, nehmt euch mal ein bisschen mehr Zeit und mehr Konzentration zum Zuhören.

01:12:17: Dann werden wahrscheinlich viele Missverständnisse sozusagen auf der Strecke bleiben.

01:12:22: Ich habe noch eine gute Nachricht.

01:12:23: Wir unterschätzen auch hier wieder die Wirkung der dessen, was man persönlich einbringt.

01:12:30: Ich teste das ab und zu, indem ich mir Formulierungen ausdenke, die ich in den Diskurs mit einbringe, Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde.

01:12:39: Und ich gucke dann, wo die nachher immer so auftauchen.

01:12:43: Wo es quasi wieder zurück schwimmt zu mir.

01:12:45: Und es ist viel häufiger, als man meint.

01:12:48: Obwohl ich das jetzt nicht als ... Ist es viel häufiger?

01:12:51: als man meint, dass.

01:12:52: also ich sage mal ein Beispiel, wenn ich über eine enge Bindung, ich habe das Letztens auch in einem Vortrag gehabt, wenn ich über eine enge Bindung Solidarität zwischen Kolleginnen und Kollegen spreche, dann nenne ich das immer Musketiere.

01:13:03: Und das verwendet man so nicht, habe ich mir ausgedacht, dass ich das für geeignet halte und in einem anderen Podcast kann ich euch erklären, warum.

01:13:10: Und der Begriff Musketier, den verwendet man im Alltag nicht.

01:13:13: Ja, und deswegen fällt es natürlich auch, fällt mir das natürlich auf, wenn der Begriff zu mir zurückschwimmt.

01:13:19: Tja, also um das jetzt hier abzuschließen, unsere letzte und fünfte These, ich behaupte, wir brauchen in im Jahr- und Jahr- und Jahrzehnte unbedingt Freiräume für Diskurs.

01:13:33: und man muss auch überlegen, dass wenn wir in einer freien Gesellschaft leben wollen, wo wirklich alle Menschen gleichermaßen frei sind, dann kann ich nicht ausschließen, dass ich jemand Anderem oder jemand Anderes mir auch mal auf die Füße dreht.

01:13:49: Das muss nicht das Prinzip der Debatte sein, aber das passiert halt.

01:13:54: Und MC kommt ja immer mit Latein.

01:13:57: Ich komme jetzt mal mit Ollen Schiller.

01:13:59: Und zwar, dieser Satz geben Sie Gedankenfreiheit hier.

01:14:02: Den vermutet man sehr häufig bei Shakespeare, aber er ist tatsächlich von Schiller aus dem Drama Don Carlos, wo der Marquis Prosa den spanischen König Philipp II.

01:14:11: um Meinungs- und Denkfreiheit für seine Untertanen bittet.

01:14:15: um eine offenere und gerechtere Gesellschaft zu schaffen.

01:14:19: Und es ist ein Appell, ein absoluter Herrscher, die Grenzen der Zensur zu lockern.

01:14:24: Und ich denke, da sind wir gerade wieder auf einem Weg leider zurück.

01:14:29: Und wir müssen einfach das Unbequeme besser aushalten können.

01:14:33: Und das ist meine These für im Jahr zum Jahr zum Jahr.

01:14:37: Wir werden an dieser Stelle noch viel hypersensibler werden, im Guten, wie aber auch überwiegend im Schlechten.

01:14:44: Und wir haben auch eine Menge Wahlen, vor der Brust.

01:14:47: Und das wird man im Wahlkampf, vor der, wir haben große Wahlen im März und im September, wird man das beobachten werden.

01:14:54: Und die Faustregel lautet halt, wie ich es gerade schon kurz angerissen habe, in einer freien Gesellschaft, wo alle sich frei bewegen, kommt es halt auch mal vor, dass man jemandem auf die Füße tritt.

01:15:05: Und ich finde, das muss man im gegenseitigen Respekt zueinander aushalten.

01:15:09: Jetzt können wir diesen letzten fünften Punkt, was wird man noch sagen dürfen, den können wir natürlich so ohne weiteres nicht auf ne, ja wie soll ich sagen, auf ne, auf ne Skala zwischen eins und zehn platzieren.

01:15:22: Wie würdest du es umformulieren, um jetzt da noch ne Ziffer reinzubringen MC?

01:15:27: Wie viel Sorge werden wir, um unsere eigenen Formulierungen haben werden?

01:15:33: Wie viel Gedanken muss man sich machen?

01:15:34: Das finde ich super.

01:15:36: Darf ich vorlegen?

01:15:37: Ja.

01:15:37: Zehn.

01:15:38: Ich glaube, das wird eine ganz, ganz fette Zehn, Doppelzehn, Kubikzehn.

01:15:42: Das wird ein ganz, ganz großes Problem in unserer Gesellschaft sein.

01:15:47: Die Debatte um die Aussage, das wird man doch noch sagen dürfen oder man darf gar nichts mehr sagen.

01:15:53: Weil das geht an die Grundfesten der Demokratie.

01:15:57: Ich denke auch, dass die politische Debatte da im Moment sehr unklug geführt wird und dass das in das Private mit reinschwappt.

01:16:06: und aus reiner Vorsicht ein bisschen von Hoffnung getragen gebe ich eine neuen, aber der meint Skeptizismus untermauert deine Zähne.

01:16:16: Okay, also.

01:16:17: keine guten Aussichten an dieser Stelle.

01:16:20: Ich hoffe, wir haben sie dennoch begeistern können für die einen oder anderen unserer Thesen.

01:16:24: Und jetzt schaue ich mal hier einen kurzen Blick auf mein Mischpult.

01:16:29: Wir sind hier, diesmal haben wir die die Stundengrenze überschritten in unserem Podcast.

01:16:33: Das machen wir aber nur einmal im Jahr.

01:16:35: Und die anderen Folgen werden wieder so thirty fünfzig Minuten haben, so wie sie es gewohnt sind.

01:16:40: Wenn sie Wünsche und Anregungen haben, Kritiklob, was immer sie los werden möchten, schreiben sie an Podcast at Nahbetrachtung.

01:16:50: Und MC moderiert uns jetzt ab.

01:16:52: Bei allen Regeln und Befürchtungen über Kommunikation sollte man beim Reden mit Menschen aber seine Intuition nicht vergessen, denn eigentlich ist der Mensch zum Plaudern und zum in die Augen schauen geboren und er kann das eigentlich auch recht gut.

01:17:08: Ja, MC und ich, wir haben uns auch hier beim Reden in die Augen geschaut.

01:17:11: Wir sitzen nämlich gegenüber.

01:17:13: Wir hatten also Spaß beim Reden über Kommunikation und Psychologie.

01:17:16: Also hier für Sie am Mikrofon waren Diplompsychologin Maria Cassin an dem Aufruf.

01:17:20: Und Kommunikations- und Medientrainer Tom Buschardt.