Themen aus der Gesellschaft - psychologisch und kommunikativ analysiert
00:00:02: Gesunde Ernährung, Mehrbewegungen, lebenslanges Lernen, zielgerichtete Karriereplanung und noch ausgeglichenes Privatleben inklusive guter statt böser Routinen.
00:00:12: Als wenn man das alles beachtet erzeugt es oft mehr Stress als den, den man durch bewusstes Leben eigentlich verringern möchte.
00:00:19: Wo sich die persönliche Selbstoptimierung lohnt und wo es mehr einengt?
00:00:22: Das zeigen wir hier in der Nahbetrachtung mit Diplompsychologin Maria Cassina-Nemafroh
00:00:27: Und Medien- und Kommunikationstrainer Tom Bouchard.
00:00:40: Mal die Hand aus Herz und Frisch gelogen.
00:00:42: Wie zufrieden sind sie mit sich?
00:00:44: Denn laut Statistik sind viele von ihnen vor allem Frauen nicht so zufriedend mit sich!
00:00:49: Ob es das Aussehen ist oder die Situation im Beruf vielleicht auch die Wohnung, die Kinder und wie man so schön sagt besser... Geht immer.
00:00:57: Die Unzufriedenheit mit sich selbst ist psychologisch nicht unproblematisch, denn das knallt auf Selbstbewusstsein und zwar voll!
00:01:05: Das Selbstbewusstein sinkt dann rapide – und das ist definitiv immer schlecht.
00:01:10: Ja MC von irgendwo her kam der Satz man müsste mal an sich arbeiten.
00:01:15: Warum verziehst du jetzt so das Gesicht?
00:01:18: Also einmal ist es natürlich so, dass an sich arbeiten insgesamt schwierig ist.
00:01:22: Weil das sich um eine Persönlichkeit handelt und zwar die Person mit der man eigentlich auch am längsten oder besten auskommen müsste.
00:01:29: ganz unangenehm finde, das als Projekt oder Auftrag zu betrachten.
00:01:33: Es gibt sicherlich einzelne Aspekte wie wir schon angesprochen haben Bewegung Ernährungen Verhalten im Beruf Lernverhalten und solche Sachen wo man mal aus guten Gründen auch dran drehen kann.
00:01:44: aber dieses Man solle an sich arbeiten suggeriert immer so wie du jetzt bist bis du falsch.
00:01:49: Und dass halt ich aus psychologischen Gründen für nicht sehr glücklich sondern man sollte lieber ganz konkrete Sachen machen und an sich Arbeiten auch dazu, dass das Projekt mit dem man arbeitet.
00:02:01: Das kann man ja nicht loswerden.
00:02:03: also Arbeit suggeriert ja auch naja die Arbeit ist mal vorbei und man hat mal eine Pause oder ein Urlaub oder einen Wochenende.
00:02:09: an sich arbeiten heißt das ist nie vorbei es begleitet einen unweigerlich filen zwanzig sieben.
00:02:15: das kann nicht gesund sein da ist irgendwo der wormen drin.
00:02:18: aber ist es denn jetzt sozusagen genau die lösung zu sagen ich bin halt so wie ich bin und das ist perfekt und dass die anderen müssen sehen wie sie damit klarkommen?
00:02:26: ich glaube nicht.
00:02:27: Nein, ist es nicht.
00:02:28: Wir bewegen uns da zwischen den beiden Extremen.
00:02:30: also das eine ist diese dieses große Maß an Selbstzufriedenheit.
00:02:36: man soll sich nicht beeinflussen lassen was andere sagen und in sich selbst ruhen etc.
00:02:41: Und eben genauso wie du sagst sagen ich bin halt so sollen die anderen halt sehen wieso damit zurechtkommen?
00:02:45: Und auf der anderen Seite der Skala dieser genadenlose Realismus diese genadenloße Selbstoptimierung wusste denn jetzt wieder noch fehlt und welchen Trend man jetzt gerade mitmachen müsste damit Irgend ein Ziel da erreicht werden kann.
00:02:59: und wie immer waren die Lagen die Toten Griechen nicht so ganz falsch.
00:03:03: Meden Aghan Maas halten ist das Entscheidende, nämlich das Pendeln nicht in die eine oder andere Richtung extrem ausschlagen zu lassen
00:03:11: Ja, und die toten Griechen liegen ja auch immer noch.
00:03:13: Also nur dass wir das an der Stelle auch nochmal ganz deutlich gesagt haben...
00:03:16: Das waren sehr kluge Leute!
00:03:17: Macht dich nicht lustig
00:03:18: üben.
00:03:18: Nein aber die tonten Griechien die liegen halt noch und da wo sie liegen, liegen sie halt.
00:03:23: okay kommen wir zu den Lebenden.
00:03:27: Jetzt ist natürlich so.
00:03:28: ich verdiene natürlich auch mein Geld damit Menschen zu helfen die insbesondere in Kommunikationssachen oder Themen zu mir kommen und sagen Ich hätte gerne da bei mir ein paar Sachen optimiert.
00:03:39: Ist das etwas, wo ich mir jetzt hier gerade das Geschäft kaputt mache?
00:03:41: Oder ist es etwas, was du sagst als Psychologin.
00:03:43: Das hat jetzt so eher mit der Selbstwahrnehmung nicht viel zu tun bzw.
00:03:49: mit der selbst Optimierung.
00:03:50: Es gibt gute Gründe im beruflichen Kontext oder auch im Kommunikationskontext.
00:03:55: wenn man entweder die Rückmeldung bekommt oder selber das Gefühl hat wie ich das jetzt mache... funktioniert das nicht.
00:04:00: Also ich muss manchmal etwas lachen, wenn ich Leute vor mir habe in verschiedenen Konstellationen die sagen dass hat mich jemand schon sehr oft gesagt.
00:04:08: Ich denke da gerade an einen Dozenten den ich mal selbst erlebt habe in der Weiterbildung.
00:04:12: und da sagten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Entschuldigen Sie bitte sie sprechen sehr leise.
00:04:16: können sie ein bisschen lauter sprechen?
00:04:18: es war wirklich nichts zu verstehen.
00:04:19: Und der Mann sagt auch das haben wir schon häufiger Leute gesagt dann denk ich mir naja warum änderst du's denn nicht?
00:04:25: Ja also das ist im Fall... Da war mir das Selbstbewusstsein zu groß und man konnte tatsächlich nicht vernünftig folgen, es war ein sehr wohlmeines Publikum.
00:04:33: Und das sind so Beispiele wo ich denke naja ich bekomme immer die gleiche Rückmeldung oder ich habe immer das Gefühl dass meine Präsentationen nicht adäquat beachtet werden oder ich hab das Gefühl ich werde nicht wahrgenommen mit meinen Kompetenzen und Wehigkeiten in meinem Team.
00:04:46: ja dann sollte man mal gucken woran das liegt und dann ist natürlich auch ein zielgerichtetes Coaching oder eine Beratung auf jeden Fall angebracht.
00:04:56: also man soll Sie zieht sich irgendwie schön reden abends.
00:05:00: Gut, aber wenn mir dann jemand sagt Mensch das kann ich ja auch nehmen und wir haben Medientraining also ich habe Kommunikationstraining, Medientraining, Rhetorik und solche Sachen.
00:05:07: Und wenn jetzt jemand aus dem Medientraining sagt, oh das kann ich auch privat gut gebrauchen oder das kann nicht auf eine Betriebsversammlung als Kommunikationstechnik ganz gut gebrochen.
00:05:18: Bin ich dann schon in den Bereich der Hilfe zur Selbstoptimierung?
00:05:21: Oder ist es noch normales Coaching?
00:05:23: Ich glaube dass jeder Coach und jeder Berater ein sehr gutes Gefühl dafür hat ob da jemand vor allem sitzt der tatsächlich einen Problem hat und eine Herausforderung mit der er alleine nicht zurechtkommt Oder ob da jemand fürchterlich überdreht und man sagt hier, ich glaube das ist gar nicht mehr notwendig.
00:05:41: Mir ist das selber vor sehr vielen Jahrzehnten passiert habe ich Trainings gehalten Und dann haben mir Teilnehmerinnen und Teilnehmer mal zurück gemeldet Ich möge doch bitte noch ein Rhetorik Coaching besuchen So!
00:05:53: Dann war ich mir jetzt unsicher Bin ich in dem Stadion und dann habe ich eine Kult... eine Kollegin mit sehr viel Erfahrung gefragt und die sagte dann zu mir, nein ich kenne dich sehr gut.
00:06:04: Ich glaube Training unser Job also Reflexion der Sachen, die du machst auch im Austausch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter Berücksichtigung der Evaluation da kommst du so zurecht?
00:06:13: Also ich habe eine Rückmeldung bekommen, ich hab mir dazu eine Fachkundigeberatung eingeholt und mich für einen anderen Weg entschieden.
00:06:22: Das ist auch das Entscheidende sich damals quasi gerade rücken zu lassen.
00:06:26: Gerade bei den Aspekten in denen tätig bis im Medientraining, im Rhetoriktraining in der Präsentationstraining.
00:06:33: Das sind Sachen wo wir keine absoluten Benchmarks haben.
00:06:36: Nein aber das sind auch Sachen wo es ist ja nicht so dass jeder ein riesem Problem hat der zu mir kommt sondern da sind viele Menschen die noch an den Feinschliff optimieren möchten oder einen besonderen Anlass haben, zu dem eine Präsentation wirklich eins A sitzen muss.
00:06:50: Aber gehen wir mal von mir weg.
00:06:53: Wahrscheinlich erwarten unsere Nahbetrachtungsultras jetzt wieder, dass ich auf Social Media schäme.
00:06:58: und das kommt genau jetzt!
00:07:00: Ist es tatsächlich so, dass wir im Vergleichsstress sind durch Social Media und scheinbare Vorbilder?
00:07:08: Weil wir immer gucken, der hat sich jetzt wieder jemanden so hochglanzmäßig präsentiert.
00:07:12: Kann ich da noch
00:07:13: mithalten?".
00:07:14: Ja das ist definitiv so.
00:07:15: uns betrifft hauptsächlich und zwar wirklich also was negative große negative Folgen angeht Mädchen im Teenager Alter.
00:07:23: Da gibt's zahlreiche Untersuchungen dazu aber unter dem Strich sind alle Betroffen davon.
00:07:28: Wir haben zwei Phänomene, die ja eine große Rolle spielen.
00:07:31: Das eine ist dieser ständige Vergleich der einfach durch weniger Präsenz anderer Personen auf meinem Handy einfach auch abnimmt.
00:07:39: also wenn jemand dann nicht ständig guckt dann sieht man eben auch nicht stendig Leute den man irgendwie nacheifern möchte in irgendwas.
00:07:46: und der zweite Aspekt ist wir sehen uns viel häufiger selbst durch die Selfies oder durch Bilder, die man von sich macht.
00:07:56: Ob man die jetzt postet oder im privaten Bekanntenkreis rumschickt ist völlig egal!
00:08:00: Wir gucken uns heute häufiger ins Gesicht Weil man vor der Selfie-Ära ging es darum, dass man mal im Spiegel geguckt hat.
00:08:08: Sich sein Aussehen kontrolliert hat oder mal beim Zähnebutzen überlegt hat... Das war
00:08:14: dann morgens und das musste für den Tag halten?
00:08:16: Genau!
00:08:16: Den kenne ich nicht, denn wasch' ich trotzdem.
00:08:18: Und heute haben wir unter sehr vielen Situationen, wenn vielleicht auch ein Gruppenfoto gemacht wird, wir machen ein Selfie Wir unterschätzen die Wirkung dessen, dass wir ständig uns selber sehen.
00:08:28: Das heißt, wir drehen uns um eine unsere eigene Wahrnehmung, die wir sonst gar nicht hatten.
00:08:32: Dazu kommen natürlich die Videokonferenzen, wo das eigene Bild ja auch zu sehen ist.
00:08:37: Das ist psychologisch nichts zu unterschätzen was wir da gerade machen.
00:08:39: also Wir überfluten uns mit Bildern von Leuten die wir kennen Bilder von Leuten nicht kennen und unserem eigenen Gesicht.
00:08:46: Darauf sind wir eigentlich nicht eingerichtet.
00:08:48: Was ist jetzt die Lösung?
00:08:49: Videokamera im online meeting aus oder an
00:08:52: an natürlich, damit man fünf Dich kommunizieren kann um Gottes Willen.
00:08:55: Es ist auch überhaupt kein Problem sich den ganzen Tag zu fotografieren und sagen Mensch ich habe Freude davon anderen zu zeigen was ich gerade mache.
00:09:01: ja also nicht überproblematisieren aber man muss es halt dann wieder auch gerade rücken.
00:09:05: Das heißt, wenn man im persönlichen Umwelt das Gefühl hat, Mensch, da eifert jemand irgendwelchen Idealen nach und es scheint nicht gesund zu sein weil plötzlich übertrieben viel Sport gemacht wird oder in der Weiterbildung irgendwie ständig eine Sinnkrise existiert, weil irgendwelche Ziele nicht erreicht werden, dann sollte man doch noch mal gemeinsam darüber sprechen.
00:09:27: Es trifft nämlich nicht jeden gleichermaßen.
00:09:29: Wir haben immer eine Wechselwirkung Und es gibt Leute die kann man einen ganzen Tag für ihn zugehörigen setzen hier gar nichts.
00:09:34: Und es gibt Menschen zum Beispiel, die sehr ehrgeizig sind, die vielleicht auch kein sehr starkes Selbstbewusstsein haben aus dem eigenen Erfahrungshorizont, die dann besonders gefährdet sind.
00:09:44: und dann gibt's natürlich auch noch Leute, die sich sehr stark auf diese Zahlen reagieren also auf die ganzen Kennwerte, die Variables in irgendeiner Form produzieren können.
00:09:53: und da entsteht gerade bei sehr ehergeizigen Personen oft das Border geht ja auch noch mehr und da unterstützen die Variable tatsächlich sehr kontraproduktiv als ich habe zb eine Fitnessur, die definitiv den Fehler macht mich immer dafür zu belohnen wenn ich noch länger mache.
00:10:08: Nun weiß jeder der ungefähr mal populär wissenschaftlich was zum Thema Sport liest.
00:10:13: es ist überhaupt nicht wünschenswert dass sich irgendwann dahin kommen mit zehn Stunden Sport am Tag zu machen.
00:10:18: das ist nicht die kluge Idee.
00:10:19: das Ding ist an der Stelle einfach falsch programmiert.
00:10:21: Das heißt die Fitnessur freut sich dann eher über ihre eigene Funktion und meldet halt
00:10:25: Ja, und es belohnt eben oder schickt mir wunderbare Nachrichten wenn ich irgendwie viel besser wäre.
00:10:31: Und macht ein trauriges Gesicht, wenn ich dann mal weniger mache.
00:10:34: dabei ist das wie
00:10:34: ein Tamagotschi.
00:10:35: Das ist physiologisch total unsinnig hat aber natürlich trotzdem eine Wirkung.
00:10:39: also da sind viele Dysfunktionalitäten unterwegs.
00:10:42: dafür braucht es dass Reale soziale umfällt was man sagt komm mach mal anders.
00:10:47: gut jetzt wissen wir auch nicht ob die Fitnessur von MC irgendwann einmal an einen Punkt kommen wo sie sagt so Jetzt ist genug.
00:10:52: Also Sie sagt ja nur im Moment.
00:10:56: Also wir wissen noch nicht ob du da irgendwann mal am Ende des Universums angekommen bist.
00:11:00: Jetzt ist natürlich die Frage, also die Nahbetrachtungsfans, die wissen das schon und die jetzt neu dazugekommen sind, die lernen es jetzt kennen.
00:11:07: MC ist ja hier unsere Studienbeauftragte in der Nahbetrechtung und Erschöpfung über Forderungen und natürlich dann auch die mentale Erschöffung.
00:11:17: Das ist natürlich eine Burnout Gefahr.
00:11:19: Gibt's da etwas was die Studienlage hergibt?
00:11:22: Also das Ganze ist eine Wechselbeziehung,
00:11:25: d.h.,
00:11:26: diejenigen Personen, die dafür empfänglich sind für diese Selbstoptimierungshype, die neigen dann auch leider dazu, dass zu überdrehen was natürlich heißt ich erzeuge mehr Stress dadurch Versuche weniger Stress zu haben und versuche entsprechende Sachen zu installieren.
00:11:41: Ich nenne mal ein Beispiel, das ist diese Routinenhype.
00:11:45: also es gibt ja in Social Media immer wieder Routineabend zum Morgens Mittag.
00:11:48: ich kenne mich damit nicht aus weil mir da sofort langweilig wird aber ich beschäftige mich natürlich berufsmäßig damit und stelle fest da wird natürlich... Also zum einen wird gesagt Routienen sind wahnsinnig wichtig und ohne geht irgendwie gar nichts.
00:12:02: und auf der anderen Seite werden eben bestimmte Verhaltensweisen empfohlen von den möglicherweise auch viele gar nicht gesund sind oder angezeigt sind für jeden.
00:12:10: Also zwei Gefährdungsmomente auf einmal und dann entsteht natürlich der Druck, wenn ich diese Routinen nicht habe, kann aus mir kein glücklicher und neuer Trend langlebiger Mensch werden.
00:12:21: Das halte ich für sehr ungesund.
00:12:23: Ja
00:12:23: also wenn man gewisse Medien verfolgt, also ich rede jetzt von ganz normalen regulären Medien keine Alternativmedien, dann findet man immer wieder dieser Artikel die sieben größten Fehler beim Frühstück.
00:12:34: Am nächsten Woche heißt es dann die drei großen Heilsmacher im Frühstück und so weiter.
00:12:41: Da kann man sich ja dann wochenlang da ein Clickbait durchklicken, aber man bekommt nicht wirklich eine sinnvolle Information.
00:12:49: Ist das etwas was auch bei uns selber diesen Stress auslöst?
00:12:52: Aha ich habe jetzt das noch nicht optimiert und da muss ich noch besser werden!
00:12:57: Du hast es richtig gesagt, das löst in uns diesen Stress aus.
00:13:00: Weil durch eine Berichterstattung steht ja keiner neben und sagt ey Moment du hast hier heute das falsche zum Fußstück gegessen.
00:13:05: Das passiert ja gar nicht!
00:13:07: Sondern wir machen uns das.
00:13:08: Wir nehmen diese Informationen aus, machen dafür unsere Psyche macht daraus ein Defizitproblem.
00:13:13: Oh Gott, du hast heute morgen das falsches Frühstück oder zu wenig?
00:13:17: Waldheidelbeeren oder so.
00:13:20: Und wir machen uns dann den Druck, oh Gott jetzt müssen wir mal ganz dringend diese Antioxidantien irgendwie beschaffen in welcher Dereichungsform auch immer.
00:13:28: Ich mache euch darüber ganz bewusst lustig.
00:13:29: bitte in Abgrenzung verstehen zu gesundheitlichen Risiken mit denen man auf jeden Fall optimieren sollte.
00:13:34: also wenn es dem medizinischen begründeten Ratschlag gibt seine Lebensführung zur Veränderung.
00:13:39: Es gibt viele Menschen die davon betroffen sind.
00:13:41: Dann Machen sie das Bitte!
00:13:44: Das ist ganz notwendig.
00:13:46: einer sagt, bitte achten Sie auf das oder sie haben Mangelernährung und müssen dieses und jenes dazunehmen.
00:13:51: Dann mache ich das!
00:13:52: Da mache ich keine Grundsatzdebatte ob ich das jetzt gerne hätte oder wie schön das Wetter ist sondern es dann einfach dran.
00:13:57: also davon muss es auch unterschieden werden und da geht leider die Schere auch soweit aufeinander.
00:14:02: wir haben auf der einen Seite Leute die das in sehr großer Form tun dass sind die Leute die im Gym um mich hüpfen und auf der anderen Seite haben wir eine große Zahl von Menschen die sich davon überfordert fühlt die sich dem nicht gewachsen fühlt weder auf der Information Ebene, vielleicht auch auf der Handlungsebene.
00:14:18: Ja sozusagen kriege ich das gar nicht alles hintereinander und kann jetzt auch noch einen großen Ernährungszirkus machen weil Essen vorbereiten heißt ja nicht mehr essen vorbereiten ist ein meal prep macht gleichzeitig wieder Druck auf.
00:14:31: Also Zähneputze ist ja auch nicht mehr Zähnenputz, das ist Morgengroutine.
00:14:37: Das ist definitiv nicht gut.
00:14:38: und dann entsteht schnell eine Überforderungssituation, da mache ich lieber nix weil ich kriege das alles nicht gebacken.
00:14:43: Kann diese Überforderungssituation gut nachvollziehen?
00:14:45: Sind wir in so einem Teufelskreis dass man sagt die Angst vor Fehlern werden eher als persönliches Scheitern wahrgenommen?
00:14:51: also das heißt wenn wir mehr Angst auch verfehlern oder uns weniger Angst vor fehlern eigenen Unzulänglichkeiten hätten, dann hätten wir auch nicht diesen Stress und diesen Selbstdruck mit der Selbstoptimierung.
00:15:03: Es sind ja bestimmte Personen, die davon betroffen sind.
00:15:06: Ich sage, das ist eine Wechselwirkung mit der Persönlichkeit und die können sich da fürchterlich reindrehen.
00:15:11: Ich habe das kürzlich auch mal im Zug gehört mit Leuten in der Nähe saßen, die sich darüber unterhalten wie sie Essen abwiegen und dann hab ich immer so um die Ecke geguckt ob das jetzt offensichtlich gesundheitlich angezeigt oder so.
00:15:23: also man die irgendwie stark beeinträchtigt sind irgendwie physiologisch.
00:15:27: Das war nicht der Fall.
00:15:28: Vielleicht
00:15:28: liegt es daran, dass Sie hier Essen sauber abwiegeln?
00:15:31: Danke!
00:15:33: Ich fange jetzt nicht an, mein Essen abzuwiegen.
00:15:37: Wir müssen die berühmte Kirche im Dorf lassen weil das was ja dadurch erreicht werden soll ich durch Diese Form der Selbstoptimierung ist ja eine größere Lebenszufriedenheit, eine größte physiologische Gesundheit wovon ich ein großer Fan bin.
00:15:50: Auch die Profilaxe vor bestimmten Erkrankungen vielleicht auch eine entspannter Lebensplanung in dem man sagt okay ich habe folgende Karrierschritte vor.
00:15:58: Ich möchte folgende Weiterbildungen besuchen.
00:16:00: das ist oft in der Öffentlichkeit nicht so ein großes Thema aber Ich tue es mal mit zu der Selbstoptimierung rein und das Ziel dahinter soll ja eine größere Zufriedenheit sein.
00:16:10: Wenn ich dadurch aber größeren Stress habe, weil ich meine Routinen nicht einhalte – und ich mache mich jetzt doch nicht mehr lustig darüber, denn wenn jemand damit wunderbar zurechtkommt, wer haltet recht?
00:16:20: Und die Reite auf der Zufredenheit rum, denn wir haben folgende Zusammenhang, der gut belegt ist!
00:16:25: Die Selbstzufrieden- heit führt zu einem höheren Selbstbewusstsein und das höhere Selbstbewusstsein auch zu einem höheren Gesundheitszustand, zu einem größeren Wohlbefinden.
00:16:38: Zu einem erfolgreicher und angenehmeren Sozialleben.
00:16:41: also ein größeres Selbstbewusern hat sehr positive Auswirkungen.
00:16:45: Und zwar nicht das übersteigerte selbstbewusst sein allen auf den Keks zu gehen.
00:16:48: Das heißt wir haben eine Kette die eigentlich ganz anders funktioniert und nicht damit anfängt ich versuche irgendeinem Ideal hinterherzuhächten sondern ich versuch mit mir so wie ich bin zu leben.
00:17:00: Aber das geht ja in die Richtung, ich bin so wie ich bin und das ist gut so und fertig.
00:17:04: Und Jan muss sich natürlich gucken wo sind Defizite?
00:17:07: Wo mich andere aufmerksam machen, wo ich an Grenzen stoße oder vielleicht in meinem Beruf nicht gut zurechtkomme, wo privat es nicht rund läuft und dann bitte aber auch so aufmerksam sein und sagen okay dann mache ich was.
00:17:18: weil wir haben wirklich diese beiden großen Gruppen die einen, die quasi morgens aufstehen und sich schon überlegen was muss ich heute anders und besser machen?
00:17:26: Und oft anderen die vielleicht mit zu großer Gelassenheit an ihre Lebensführung angehen.
00:17:31: Ja oder sich da einfach nur ein Launen machen indem sie sagen ja ist halt jetzt so und Hotel
00:17:36: Busch mit ist mit Rauchen auch über neunzig geworden.
00:17:38: ja das können wir alle runter beten.
00:17:40: gut Legt es daran, dass Glück immer mehr zu einem Projekt wird?
00:17:44: Dass die Menschen unzufriedener werden und das Gefühl haben in so einer Tretmühle zu sein.
00:17:49: Und da gar nicht mehr rauszukommen wie zum Hamsterrad, dass man sich immer schneller dreht.
00:17:54: Das ist eine Fehlannahme über Emotionen.
00:17:56: Auf der einen Seite sprechen wir fürchterlich viel über Emotionen und Befindlichkeiten und äußern uns dazu.
00:18:02: Wir kümmern uns aber zu wenig darum, wie sie wirklich existieren und auf uns wirken.
00:18:06: Unser Gehirn hat ein paar Tricks dafür auf Lager.
00:18:09: Zum Einen, Emotion sind nicht Erwachsene nicht linear.
00:18:13: Das hat vielleicht jeder mal erlebt, was Großes vor sich hatte.
00:18:16: Vielleicht eine wichtige Prüfung sagt, warum ich die bestanden habe?
00:18:19: Dann geht es mir richtig gut.
00:18:21: Danach kommt auch das Hochgefühl aber das hält gar nicht so lange an.
00:18:24: D.h.,
00:18:25: man hat sich lange auf einen Moment vorbereitet und nach relativ kurzer Zeit ist das wieder weg.
00:18:31: und auf der anderen Seite kleine Sachen also für unser Gehirn ist klein wie groß.
00:18:35: Was die Emotionen emotionale Wirkung angeht können kleine Sachen, Freundlichkeit ein schönes Ereignis unglaublich viel auslösen und eine lange begleiten und bewegen.
00:18:44: Das heißt, das was wir als Glück empfinden zum Beispiel eben sich selber emotional positive Elemente schaffen im eigenen Leben ist viel weniger aufwendig als man meint weil das was wie als glück ansehen boy ich komme irgendwo an.
00:18:58: Das Ding ist rund es ist ein hamsterrat.
00:19:01: d.h dieses Streben nach und wenn ich dann die Familie gegründet habe oder das Haus gebaut hat oder den Karriere Schritt hinter mir hab gestiegen bin oder den Abschluss habe, das führt in dem Moment zu einer kurzen großen Zufriedenheit die leider nicht anhält.
00:19:20: Und das ist wahrscheinlich der Punkt wo dann das Suchtverhalten anfängt.
00:19:24: Ja, das ist ein großes Problem bei sehr ärgerheitsigen Personen.
00:19:26: Die sich dann immer was Neues suchen und sagen ja, da muss aber noch dieses und jenes gemacht werden die wirklich lernen müssen.
00:19:34: Und es sind sehr schmerzhaftes Lernen für sie mit sich selber auch klarzukommen mit den Unzulänglichkeiten, die Sie haben.
00:19:41: Dann wären die um Gottes Willen auch noch älter.
00:19:43: also das ist dann auch die nächste Großkrise, die dann auf die zukommt.
00:19:46: Ich würde mal gerne die schnell in fünf machen.
00:19:49: ich geb dir einen Stichwort und du schaust als Psychologin damals drauf und erklärst uns bitte, was es dann da mit der Selbstoptimierung auf sich hat.
00:19:58: Kontroll?
00:19:59: Ich muss aber... also zum einen müssen wir sagen ich kenne das vorher nicht.
00:20:01: Also die kennen
00:20:02: deine Brüste nicht.
00:20:03: Das wissen
00:20:03: sie wirklich nicht!
00:20:04: Müssen wir den Zuhörerinnen und Zuhäuerern sagen.
00:20:06: und zum anderen wieso heißen die schnelle fünf?
00:20:09: Ja weil ich die jetzt kurz schnell hintereinander machen möchte mit dir.
00:20:12: Okay.
00:20:13: Also Kontroll-Illusion
00:20:15: Das ist die Illusion, dass ich über eine Situation und über das was passiert, die Kontrolle ausübe.
00:20:21: Das funktioniert ganz selten.
00:20:23: immer dann wenn andere Menschen beteiligt sind habe ich die Unwerkbarkeiten wie sie reagieren oder wie das Ganze funktioniert?
00:20:29: Das ist eine Fehlannahme in der menschlichen Psyche so ein mechanistisches Weltbilder sich denke wenn nicht das mache dann passiert das und es geht in manchen Bereichen und ja meistens nicht
00:20:39: Perfektionismus.
00:20:41: Perfektionismus ist ein Streben, danach bestimmte Dinge in seinem Leben zu einem sehr großen Grad besonders akkurat zu machen.
00:20:50: Das ist Teil der Persönlichkeits-Eigenschaft Gewissenhaftigkeit.
00:20:54: Kriegt man nicht in Leute rein und kriegt man auch nicht aus Leuten raus?
00:20:58: D.h.,
00:20:58: diejenigen, die sehr viel oder wenig davon haben müssen beide über ihr Verhalten das steuern, dass es nicht durch das eine oder durch das andere zu Problemen im Sozialleben
00:21:08: kommt.".
00:21:09: Die Vergleichsspirale.
00:21:11: Die Vergleichsspirale besteht darin, dass ich... mich mit anderen vergleichen.
00:21:16: Das mache ich völlig automatisch, das kann man nicht abstellen.
00:21:18: also wir haben irgendwo mal als Kinder gehört vergleicht dich nicht mit anderen.
00:21:21: der Satz ist hilfreich es passiert automatisch.
00:21:24: aber ich darf mich da halt nicht rein drehen sondern ich muss mich auch wieder rausdrehen sondern sagen okay die andern sind so ich habe andere stärken oder dass ist ein Aspekt der mich jetzt gerade nicht so wahnsinnig bewegt.
00:21:36: ich kenne das zum beispiel als mutter dass man dann sagt ok was machen denn die anderen gleiche alterigen kinder?
00:21:41: sind die jetzt höher schneller weiter?
00:21:43: und Das muss man tatsächlich aktiv unterdrücken, weil das in keinem Fall ein gutes Ende nimmt.
00:21:51: Gewöhnung ist ein wichtiger psychologischer Trick, mit dem man sich selber ein bisschen beduppen kann.
00:21:56: Das haben wir beim Zähneputzen irgendwann mal gemacht und das funktioniert ganz wunderbar!
00:22:01: Und wenn wir andere Aspekte haben wo wir aus guten Gründen sagen Wir wollen das verändern.
00:22:05: Sitzen ist das neue Rauchen.
00:22:06: Ich bleibe mal bei einem Beispiel Bewegungen und wir gewöhnen uns an ein anderes Verhalten eben zum Beispiel die Vermeidung von Rolltreppen und Aufzügen dann ist es sehr positiv.
00:22:16: also da kann ich über Gewöohnung kann nicht unsere Psyche damit auch gut beduppt.
00:22:21: Und die letzte ist die fehlende Stoppkultur.
00:22:24: Die Stopp-Kultur, also die Stopp Kultur ist bei uns nicht besonders ausgeprägt.
00:22:29: das heißt wir haben empfinden.
00:22:31: Es müsste irgendwas zu einem guten Ende führen, sondern wir denken immer es gibt da noch andere Anreizsysteme oder andere Sachen die man verbessern und optimieren kann.
00:22:42: das ist für bestimmte Bereiche ausgesprochen wichtig.
00:22:45: also für die meisten Arbeitsbereiche kann ich nicht einfach sagen Boah ich bin schon super gut bei uns läuft alles prima.
00:22:50: das bleibt jetzt in den nächsten hundert Jahre so dass geben die meisten Branchen einfach nicht her.
00:22:55: In vielen Bereichen wird das aber dann auch auf dysfunktionale Bereiche übertragen, wo es da nicht mehr richtig gut funktioniert.
00:23:02: Also ich kann jetzt die Atmosphäre in einem Team oder eine Führungskultur uns unendlich optimieren.
00:23:08: Das wäre eine hohe Konzentration auf diese
00:23:12: Felder.".
00:23:13: Ja, ich finde das war relativ kompakt was wir jetzt hier gerade hatten.
00:23:17: Ich glaube da macht man eine Rubrik draus aber ich muss zugeben MC wusste das wirklich nicht dass sich die mir hier so hingeschrieben habe.
00:23:24: Sie merken wir machen das hier live und wir sind hier nicht komplett geskriptet.
00:23:28: Wir wissen nur worüber wir sprechen nämlich zum Thema Selbstoptimierung.
00:23:32: Übrigens können sie uns auch schreiben an podcast at nabbetrachtung.
00:23:36: de Podcast adnabetrachtungen E landet sowohl bei Maria Christina Nimmerfrohr als auch beim mehr im Postfach.
00:23:42: Von meiner Seite sieht es halt so aus mit der Selbstoptimierung, dass wenn ich merke das jemand sich ständig optimiert und das kriege ich im privaten natürlich häufiger mit als im beruflichen weil in dem beruflich nahm einen klaren Auftrag wo es dann heißt das sind die Skills die vermittelt werden müssen oder wo es entsprechend noch dran hakt.
00:24:02: aber im privatem ist es haltso.
00:24:04: da merk ich schon doch der eine oder andere sich systematisch auch teilweise in Richtung Erschöpfung trainiert, wo ich dann da abends beim Bierchen auch mal gerne ein Hinweis gebe dass es vielleicht nicht so gut ist.
00:24:16: Weil meine Ansicht nach ist das der schnellste Weg in den Burnout und vor allen Dingen hat man dann diese Erschöfffungen mit drin meint, nie genug leisten zu können.
00:24:27: Ich denke das ist im privaten sehr ausgeprägt.
00:24:30: jetzt muss ich nochmal hier Richtung Diplompsychologin schauen.
00:24:34: Ich habe so den Verdacht Frauen sind da noch anfälliger und zwar aus dem vorigen Grund weil Frauen mehr Kehrarbeit leisten gerade auch in Privatendienst im privatem Leben.
00:24:45: Also eigentlich ist es so dass Leistungsmotiv also die Eigenschaft hinter dem Ehrgeiz.
00:24:52: Eigentlich recht gleichmäßig verteilt ist, wir haben keine großen Unterschiede.
00:24:55: es bricht sich nur in unterschiedlichen Bereichen Bahnen und während Frauen und Gastfrauen leisten mehr Kehrarbeit.
00:25:03: das bedeutet wenn ich ein Leistungsmotiv auf so eine Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörig übertrage Wir ahnen relativ schnell dass kann nicht gut gehen weil Ich kann Kinder und zu pflegende Angehöhre nicht in einen Leistungs Motiv packen kann die Oma jetzt wieder schneller gehen.
00:25:19: Das wird nichts.
00:25:20: Da kann ich diese Rückkopplung, die Hochleistungsmotivierte brauchen, da nicht erlangen.
00:25:28: Deswegen wird da immer noch mehr Energie reingesteckt und versucht und getan, was aber nicht linear anwächst.
00:25:37: Wenn man eher das Leistungsmotif in Bereichen auslebt wie zum Beispiel dem eigenen Sport, das sind die klassischen Marathonläufer können durch geeignetes Training besser werden und können ihre Leistung für sich steigern.
00:25:47: Das heißt, die Rückkopplung in die Erfolge finden statt wie gesagt in bestimmten Bereichen wieder Kehrarbeit gibt es diese Erfolgsrückmeldungen in der Regel nicht.
00:25:57: jeder der schon mal junge Menschen im teenager Alter im nahen Umfeld hatte, weiß das.
00:26:02: Das heißt da kann ich noch so viel Arbeit und Motivation und Kram einstecken und das muss nicht unbedingt diesen Rückhalt haben.
00:26:08: und deswegen... Und hoche Leistungsmotivität brauchen diese Erfolge.
00:26:12: und wo die nicht stattfinden weil sie in dem Feld einfach nicht zur Verfügung stehen, dass kann tatsächlich Krisen auslösen.
00:26:18: Wo du gerade über den Sport sprichst machen wir hier mal eine quietschende Überleitung Richtung LinkedIn.
00:26:24: Weil LinkedIn ist ja gewissermaßen das Fitnessstudio für die Selbstdarstellung.
00:26:28: und wenn man sich das da mal in Ruhe anschaut, was einem da so in die Timeline gespielt wird ich glaube da sieht meine nicht viel anders aus als die von ihnen Das ist ja dann doch sehr viel.
00:26:38: Ich habe hier ein Award gemacht, ich hab da einen Red Dot gekriegt und da eine Keynote gehalten und dann waren wir beim Offside und haben dies und jenes gemacht.
00:26:48: Da sind natürlich Sachen... Da freue ich mich auch drüber das zu lesen wenn ich diese Menschen tatsächlich persönlich kenne was in den meisten Fällen meiner Kontakte der Fall ist.
00:26:56: Aber im Grunde genommen kann ich mir vorstellen, dass dann jemand der sich da anmeldet und dann noch nicht so richtig genau weiß was postt sich denn da jetzt?
00:27:05: Dass er schon die ersten Depressionen mit nach Hause nimmt weil er sagt oh Gott!
00:27:09: Da kann ich ja gar nicht mithalten.
00:27:10: Ich hatte diesen Monat noch keine Keynote oder noch kein Offside mit meinem Team usw.
00:27:16: Und da ist es natürlich auch so, dass die Plattform gewissermaßen diese Form der Inszenierung belohnt.
00:27:22: Also wer dauernd Erfolgsgeschichten und sogenannte Learnings postet, der taucht natürlich relativ weit oben auf... ...und wer still ist verschwindet!
00:27:32: Das also die...?
00:27:33: Also auch beruflicher Kontext oder Content wird den ich eigentlich interessanter finde als jetzt ob jemand sich gelbe Socken gekauft hat wo Barzimpsen drauf ist.
00:27:42: Ja, das kann man mir gerne mal im Smalltalk beim Mittagessen oder bevor es Trendy losgeht.
00:27:48: Kann man mir das erzählen?
00:27:49: Aber sowas möchte ich eigentlich nicht in einem beruflichen Netzwerk lesen!
00:27:53: Ich könnte mir vorstellen, dass die gelben Socken ich habe die nicht gesehen.
00:27:56: Vielleicht sogar besser laufen als definitiv?
00:27:59: Ja weil das so eine Erwechslung
00:28:00: ist.
00:28:00: Fernsehsendungen laufen auch besser wenn du kleine Hundewelpen in die Kamera hältst.
00:28:04: aber das heißt ja noch nicht, dass da vernünftiger Content war.
00:28:06: Das liegt einfach daran, dass diese Plattform... Du hast LinkedIn gesagt, ich würde noch Instagram dazunehmen mit einer eigenen Posting-Kultur, die sich von LinkedIn total unterscheidet, aber die natürlich bestimmte Formate eben wie Wards und die berühmten gelben Socken halt wahnsinnig nicht belohnt.
00:28:24: Und das Gefährle, dass das eine ist sich das anzugucken und zu sagen okay das ist halt LinkedIn da möchte ich mich beruflich präsentieren oder das mache ich mehr oder weniger intensiv.
00:28:34: aber das ist LinkedIn.
00:28:35: das ist nicht das abbild dessen was diese menschen tatsächlich berufliche tun und womit sie wo mit sie arbeiten was sie bewegt oder was sie für Herausforderungen haben.
00:28:45: das ding Soziale Medien sind haben einen großen Unehrlichkeitsfaktor.
00:28:49: Das ist so ein bisschen wie Werbung, ja?
00:28:51: Wenn wir Fernsehwerbungen gucken wird auch keiner sagen, wo?
00:28:53: ich glaube jetzt jedes Wort was da gesagt wird.
00:28:55: und wenn man unter dem Blick Winkel soziale Medien wahrnimmt und sagt okay it's a game Ja und da gibt es bestimmte Regeln der Aufmerksamkeit Und die mache ich mit dann ist das völlig in Ordnung.
00:29:08: Es gibt Überhaupt keinen Grund, durch soziale Medien und durch die Bildarstellung in sozialen Medien sich selbst infrage zu stellen.
00:29:16: Also dafür würde man die irgendwie viel zu sehr erhöhen.
00:29:19: oder
00:29:19: ist das psychologisch gesehen auch so eine Art Schutzmechanismus dass man sagt man baut da sozusagen eine selbst optimierte Kunstfigur von sich selber egal ob jetzt Instagram oder LinkedIn.
00:29:28: also ich bin eher so gedanklich bei LinkedIn wo man jetzt sagt, das ist gewissermaßen so eine kratzsichere, bruchssichere und dauererfolgreiche Version von einem selbst.
00:29:38: Wo man sagt naja die meisten Aufrufe hat man dann wahrscheinlich selber gemacht weil man sich über seine eigenen Postings
00:29:46: freut.
00:29:47: Man darf sich gerne über seine Sachen, man darf sich selber darstellen.
00:29:49: Man darf selber sagen Mensch ich habe hier für mich was Tolles gemacht.
00:29:53: Ich vermute dass die meisten Menschen das aber tatsächlich strategisch angehen und wirklich sagen wann sehe ich besonders gut aus oder Wann?
00:30:00: es gibt beruflichen Erfolg den ich hier vermelden kann weil ich über ähnliche Sachen auch schon zehn mal gelesen hab Und ich will einfach dabei sein ja ich will auch so sein.
00:30:07: also das ist dieser wunsch des dazugehörenden wollen dem das dem auf diesem wege ein auch irgendwie Ausdruck verliehen wird Solange man das auf der Ebene auch nimmt, also wie eben zum Beispiel die Gespräche auf Kongressabendet.
00:30:21: Also entweder sind sie sehr tiefgehend und man hat tatsächlich da einen guten Anpack und ein gutes Thema und dreht es dann in einem weiteren Kontakt weiter oder Sie bleiben in der Buffetschlange auf der oberflächlichen Wege, dann weiß ich aber auch dass das nicht Leute sind von denen ich jetzt alle nächste Woche fünfmal anrufen kann um für den Deal zu fragen.
00:30:39: Solange man das realistisch einschätzt, und das ist bei sozialen Medien manchmal nicht ganz einfach, weil ich das Gefühl habe, die Leute sind mir nahe.
00:30:45: Ich sehe jeden Tag von dem oder der dann entsteht eine Illusion von Nähe, die gar nicht da ist.
00:30:53: Und solange man aber eben wie Fernsehwerbung oder ähnliche Form wahrnimmt, ist das ungefährlich?
00:31:01: Wenn man das Gefühl hat, ich muss da was Bestimmtes leisten um in irgendeiner Form dazu zugehören oder wahrzunehmen, dann ist das definitiv nicht gut!
00:31:09: Tja ist es gerade für unsichere toxisch also jemand der vielleicht nicht ganz so selbstbewusst ist und sich dort anmeldet weil das hat ja es gehört halt dazu in solchen Netzwerken entsprechend vertreten zu sein, dass dann der Druck direkt schon sehr auf einen einschlägt.
00:31:24: Dass man dem mehr oder weniger schon seit dem ersten Posting gar nicht mehr gewachsen ist
00:31:29: Das kann durchaus sein, wie gesagt gibt es eine sehr starke Wechselwirkung zwischen Persönlichkeit und eben den Mechanismen die da laufen.
00:31:36: Bestimmte Leute gehen da selisch völlig gesund raus und andere beschäftigen sich über Gebühr damit.
00:31:42: Es ist dieselbe Wirkung wie bei Nachrichtenkonsum wo man auch Wechselwirkungen festgestellt hat, das auch schädlich sein kann für Einzelne.
00:31:51: Und wenn man selber das Gefühl hat ich muss da immer nachgucken und ich muss dabei sein und ich bin in meiner Stimmung abhängig von dem was da passiert Das ist auf jeden Fall ein Alarm-Tignal.
00:32:00: Ja, da brauche ich mal sozusagen hier einen Tipp gerne auch öffentlich in unserem Podcast.
00:32:08: natürlich achte ich beim Posten sowohl auf Twitter-X, Blue Sky Instagram und natürlich vor allen Dingen auch LinkedIn.
00:32:15: bei Facebook bin ich raus.
00:32:16: Da habe ich mich abgemeldet vor einem Jahr oder anderthalb weil es irgendwie nichts mehr gebracht hat.
00:32:22: Achte ich natürlich schon drauf das Dinge die ich dort poste auch im beruflichen Kontext in Ordnung sind.
00:32:28: So ist das jetzt, also da gibt es keine.
00:32:31: natürlich habe ich auch mal ein feuchtfröhlichen Grillabend ja aber davon gibt's halt keine Fotos die ich in Social Media hochlade.
00:32:37: Ist das schon eine Form der Selbstoptimierung die ich da unbewusst wahrnehme?
00:32:42: Also ausübe oder ist das einfach nur ganz normal dass man sagt okay dann schauen halt auch Kunden und Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner drauf.
00:32:51: Da muss man nicht unbedingt ein Bild.
00:32:52: was weiß Ich will jetzt hier keinen Kopf gehen und bei Ihnen aber so Tom in der Badehose oder sowas am Strand, wer jetzt nicht unbedingt das Bild was ich da posten würde.
00:33:00: Oder wo ich sage dass das gehört dann nicht hin.
00:33:02: Obwohl es sicherlich ein ganz tolles Bild wäre.
00:33:05: Um von der Bader Hose wieder auf deine Frage zu kommen... Es ist völlig normal, es gibt keine Chronistenpflicht in sozialen Medien irgendwie sein Leben abzubilden.
00:33:14: Das ist völlig freiwillig.
00:33:15: und einer sagt ja ich mache hier überwiegend berufliche Themen oder Themen die mit meinem beruflichen Ich in irgendeiner Form verbunden sind.
00:33:23: das ist normal.
00:33:23: ich halte dass im Gegenteil für einen sehr verantwortungsbewussten Umgang ein sehr vernünftigen umgang zu sagen.
00:33:29: das hat für mich folgende Bedeutung aber auch nur diese Bedeutet
00:33:33: Okay, das heißt also dass ist noch nicht an der Grenze zur übertriebene Selbstoptimierung?
00:33:38: Nein.
00:33:38: Das ist ja nichts anderes als das was man auch im realen Leben tun würde.
00:33:42: wenn ich auf ein Kongress fahre erzähle ich ja auch nicht alles was ich morgens vom Frühstück angemacht habe sondern an welchen Projekt nicht gerade arbeite.
00:33:50: Okay, also das heißt wir müssen etwas den... Schauen wir mal so in die Lösung.
00:33:55: Das heißt also wir müssen den Fokus etwas verschieben vom wie wirke ich hin zu dem was soll eigentlich beim Gegenüber ankommen?
00:34:02: oder sind wir da immer noch nicht aus dieser Selbstoptimierungsfalle raus?
00:34:07: Es gibt zwei Aspekte dass eines Ich würde es stärker situativ betrachten.
00:34:10: wenn ich ein Bewerbungsgespräch habe muss ich damit muss ich mir vor Gedanken machen wie möchte ich ankommen wie möchte?
00:34:18: In der Regel habe ich einen Chance oder je nachdem, wie viele Runden es gibt.
00:34:21: Dann arbeite ich auf diesen Moment hin und dass sich da ganz viel Arbeit und Mühe reinstecken ist völlig in Ordnung.
00:34:26: alles andere wäre unsinnig.
00:34:28: das heißt ganz streng situativ betrachten.
00:34:32: wo ist das notwendig kann ja auch ein privates Ereignis sein.
00:34:35: wenn man sagt boah das ist jetzt ein ganz wichtiges Date muss ich jetzt ein tolles Gespräch führen und ich überlege mir vorher tagelang was zieh ich an und welche Themen wähle ich aus finde ich genau richtig.
00:34:45: also bitte nicht dazu locker dran gehen an Sachen, die einem wirklich am Herzen liegen.
00:34:54: Wann gibt es eine Grenze für mich, wo ich sage das lasse ich nicht mehr so nah an mich ran und wann verletzt es mich?
00:35:01: Wann gebe mir meine Fitness-Uhr ne Rückmeldung die mich so sehr verletzte.
00:35:04: Boah!
00:35:04: Ich muss jetzt sofort in den Mitteln nach Joggen gehen oder morgen darf ich nur Haferflocken und Quark essen weil die Körperfettmessungen irgendwas ergeben hat.
00:35:13: also wenn das zu einer Art Richtung Zwangshandlung geht, sondern Überdisziplinierung dann ist irgendetwas nicht in Ordnung.
00:35:19: Ich glaube wir müssen diese beiden Punkte auf dem Zettel haben.
00:35:24: ich die Riesenwelle mache, dann macht die Risenwelle.
00:35:27: Und auf der anderen Seite lasse ich mich durch Rückmeldungen in Social Media, durch Fotos, durch meine Körperfettmessung im Fitnessstudio soweit einengen, dass meine Lebensführung in Gefahr ist und ich dachte, ich kann jetzt nicht mehr zu dem berühmten Grillabend gehen wo ich Tom treffen würde weil ich da irgendwas essen würde was am nächsten Tag nicht auf meiner Speiselliste sein dürfte laut Medienberichterstatt.
00:35:51: Du
00:35:51: könntest es dir vorher abwiegen.
00:35:53: Das wäre vielleicht eine Idee, kommst du mit so einer Brieffrage zum Grillamt?
00:35:56: Also das mit dem Abwiegen ist echt etwas was... Ich darf
00:35:59: noch acht Gramm Grillwurst.
00:36:00: So ungefähr!
00:36:01: Ich kenne das so von früher, von diesen Diät-Sachen aus der Zeitschriften die sicherlich auch ihre Bewandnisse haben.
00:36:08: ich war nie der Typ dafür und dann stand ja da immer irgendwie wie viel Gramm man von was essen darf.
00:36:13: Was finde ich auch völlig in Ordnung.
00:36:15: dass normalgewichtige Leute das sie in ihren Alltag integrieren war für mich neu.
00:36:21: Ich muss aber ehrlich gestehen, ohne Not würde ich mich da jetzt nicht einarbeiten wollen.
00:36:24: Ja
00:36:25: also Cem Özdemir hatte das glaube ich mal.
00:36:27: Ich meine es war zu der Zeit wo er Landwirtschaftsminister war und gesagt hat so und so viel Gramm Fleisch pro Monat.
00:36:34: und da ist glaube ich ganz Bayern auf die Barrikaden gegangen weil da schon eine Käse-Sammel, Leberkäse-Sammel offenbar dann schon den Jahresbedarf decken würde oder sowas.
00:36:44: hast du denn jetzt mal Handausherz?
00:36:45: Hast Du Dich schonmal versucht selbst zu optimieren?
00:36:48: Ja, klar.
00:36:49: Also
00:36:50: bist du auch nicht besser als alle anderen?
00:36:51: Naja ich wiege mein Essen nicht ab um bei dem One-In-Gag zu bleiben.
00:36:54: Oh
00:36:54: das war's auch jetzt!
00:36:55: Genau das war es aber jetzt.
00:36:56: aber über andere Sachen durchaus also was Änderungen angeht, was Bewegung angeht oder auch was was kognitive Beschäftigungen
00:37:03: mit der Außen-Selbstdarstellung zu tun.
00:37:05: Naja, also wenn ich an Bewegungen und Sport- und Ernährung was mache.
00:37:09: Ich bin eine Frau, ich interessiere mich für meinen Aussehen.
00:37:11: Also ich mach das nicht zur Steigerung meiner inneren Werte oder meine Aure.
00:37:14: Ja, also mal ganz ernsthaft da du hast mich etwas Ehrliches gefragt, es sind ehrliche
00:37:19: Antwort!
00:37:20: Okay, also in der Ratgeber Literatur sind ja Kalendersprüche ganz groß.
00:37:25: wir bringen jetzt hier zum Ende dieser Folge nochmal ganze zwei und MC darf dann sozusagen drauf reagieren.
00:37:34: nur wer genießen kann ist auch zu genießen.
00:37:37: das ist ein kalender.
00:37:38: als ein spruch den mein vater oft gebracht habe ich raus.
00:37:41: ich hab ihn nicht rausgekriegt wo der her kam.
00:37:43: dass große internet hat mich nicht verraten.
00:37:45: ich kenne deinen vater ja nicht also ich habe den hier aus dem netz
00:37:49: Du kennst ihn.
00:37:49: Okay, dann ist das ein ganz wichtig.
00:37:51: Woher auch immer er kommt?
00:37:52: Dann machen wir uns jetzt ganz einfach woher auch der Spruch kommt.
00:37:55: ich halte ihn für wahnsinnig wichtig denn wer in der Lage ist den Moment zu genießen und wir denken jetzt nicht nur ans es gibt viele andere tolle Sachen die man machen kann Ich als begeisterter Rennrad fahren sage Boah das sind Genussmomente Auch für mich Der ist auch zu geniessen der kommt mit guter laune an oder mit gutler laune aus dem Essen mit Freunden raus.
00:38:15: Das sind ganz, ganz wichtige Momente und wenn die dürfen wirklich nicht überschattet werden durch.
00:38:20: Oh Gott was habe ich getan?
00:38:22: War das jetzt zu viel oder zu wenig, zu lang oder zu
00:38:24: kurz?".
00:38:25: So Nächster Spruch.
00:38:26: erringen Sie die Stammtischhoheit über Ihre Gefühle.
00:38:30: Das ist ein ganz wichtiger Moment, weil die Zufriedenheit kommt aus uns selbst.
00:38:34: Wenn unsere Zufredenheit nur davon abhängt wie viel Instagram oder LinkedIn Likes ich bekomme oder was meine Wahr gesagt oder welche Rückmeldungen von Führungskräften kommen dann ist definitiv etwas nicht in Ordnung.
00:38:47: Dann muss sich was daran tun.
00:38:49: Weil meine Gefühle und das was wie ich Situationen deute als Erfolg, als Miterfolg Um es ganz negativ zu machen als Schande für mich, weil ich Glaube versagt zu haben.
00:39:02: Da muss eine positive Deutung rein die nicht übertrieben positiv sein darf aber die schon positiv sein.
00:39:08: da war.
00:39:08: die eigene Person ist die Person mit der man die längste Zeit in seinem Leben verbringt und das ist kein Kalenderschwoll.
00:39:15: okay.
00:39:15: Und falls es irgendjemand da draußen interessiert, ich bin heute Abend mit Kochen dran.
00:39:19: Die Kinder kommen.
00:39:20: Ich werde das Essen nicht abwiegen, sondern man wird das wie immer pimal Daumen machen.
00:39:23: Wir wünschen Ihnen dass Sie selbst wusste Lebensfreude genießen können, dass sie es mit der Selbstoptimierung vielleicht an einer ein oder anderen Stelle dann vielleicht doch nicht so übertreiben und wir ihnen den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg geben konnten.
00:39:37: Das war's hier!
00:39:38: Dass gegenseitig die selbst optimierte Team der Nahbetrachtung mit Diplompsychologin Maria Cristina MC nimmer froh
00:39:45: und Medien- und Kommunikationstrainer Tom Bouchard.
00:39:47: So ist es!